Bővebb ismertető
Es ist in mehr als einem Sinne nötig, zwisdien der Annahme und der Aufnahme des Christentums in der Germanenbekehrung zu unterscheiden; wir verstehen dabei unter Annahme den äußeren Vorgang, die Christianisierung als historisdb feststellbares und ungefähr auch datierbares Ereignis, unter Aufnahme dagegen die innere Aneignung des Christentums, die Art und "Weise, wie die Germanen es verstanden und sich seine Gedankenwelt zu eigen gemacht haben. Es liegt im Sinne dieser Ausdrücke, daß der Annahme des Christentums, die in der Regel durch den Taufakt geschieht, die Aufnahme des neuen Glaubens, also die Bekehrung im eigentlichen Sinne, voraufgeht, jene also durdi diese bedingt ist. Tatsächlich ist das aber keineswegs immer der Fall gewesen. Man hat das Christentum oft genug in ganz äußerlicher Weise, aus Gründen, die mit dem religiösen Glauben nichts zu tun hatten, angenommen, sei es infolge eines äußeren Druckes oder Zwanges, sei es, weil man sich von der Annahme irgendeinen Nutzen versprach. Es liegt aber auch nicht so einfach, daß wir bloß zwischen solcher rein äußerlichen und einer auf wirklicher Glaubensüberzeugung beruhenden, echt christlichen Annahme zu unterscheiden hätten. Der Bekehrungsvorgang ist in "Wirklichkeit viel verwickelter gewesen; zwischen jenen beiden Extremen gibt es mannigfache Übergänge und Zwischenstufen. Vor allem ist zwischen inneren und äußeren Beweggründen nicht immer so reinlich zu scheiden, wie wir das vom christlichen Standpunkt aus tun zu können glauben. Ein Motiv, das uns als ein äußerliches erscheint, kann für den heidnischen Germanen selbst stark religiösen Charakter gehabt oder sich mit religiösen Antrieben verbunden haben.