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Sie Bestie
Roman von G. F. Waco
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Niemand weiß, wie die Schrift auf das schwarze Brett vor Joe Bakers Store kommt. Ahe Bentham steht vor dem Schild und liest den Text.
»Samuel Macintire kommt heute abend mit dem Zug aus Little Rock zurück«, sagt Abe. »Wen wird er diesmal auf die Nase legen?«
Neben ihm steht Bill Allen und reibt sich mechanisch die Nase. Das macht Bill immer, wenn ihn etwas sehr beschäftigt.
»Wer immer das geschrieben hat, er hätte nicht vergessen sollen, die Ankunft des Zuges aufzuschreiben. Es ist doch wirklich sehr unfreundlich, daß wir die Zeit erraten sollen? Er kann mit dem Güterzug kommen, aber er kann auch mit dem Sieben-Uhr-Zug kommen. Vielleicht auch noch später, denn bei Sam weiß man das nie genau. Er kommt und geht, wann es ihm einfällt. Es ist genauso, wie mit seinen verdammten Revolvern. Von denen weiß auch niemand, wann sie zu krachen beginnen — es
kann gleich sein, oder auch erst, wenn er videder betrunken durch die Gegend schießt, lochen wir ihn erneut ein.«
Abe Bentham dreht sich um und wischt dabei kräftig mit der Hand über seinen Orden, den er auf der linken Brustseite trägt.
»Das wird nicht so einfach sein«, sagt der Sheriff von Russelville in Arkansas langsam. »Sam ist so wild wie ein Indianer, weil seine Mutter eine Squaw war und so bösartig wie sein Vater, der ein Weißer war.«
Plötzlich werden die Männer unruhig und sehen zu dem Reiter, der hinter Pat Gibsons Schmiede auftaucht und im leichten Trab auf sie zukommt. Der Mann ist groß und knochig. Sein Pferd ist genauso groß und fahlbraun. Er trägt den gelben Hut leicht nach hinten gestülpt und hat die Lederweste offen. Sein blaues Hemd leuchtet ein wenig, und die Chaps über der braunen Kose klatschen leicht an die Stiefel.