Bővebb ismertető
Die Erhebung der Biographischen Anamnese (BA), der Lebensgeschichte des Patienten, gehört zur Grundlage der biographi schen, d.h. personenorientierten Medizin. Die "Einführung de Subjektes in der Medizin", wie es v. Weizsacker formuliert hat, ist nicht nur bei psychosomatischen Erkrankungen eine unerlaBliche Voraussetzung psychotherapeutischen Denkens und Handelns. Die Psychoanalyse hat gelehrt, der frühen Entwicklung des Menschen, seiner Jugend, insbesondere aber frühesten Kindheit eine vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken, weil hier oft entscheidend_Weichen für die weitere Entwicklung gestellt werden. Hierfür steht das Beispiel des im Heim mutterlos aufwachsenden, in seinem emotionalen Erieben früh frustrierten, spater in Pubertat und Adoleszenz verwahrlosenden Jugendlichen. Familientherapeutische Erfahrungen zeigen, daB wir darüber hinaus bei den standigen Projektions- und Identifizierungsprozessen zwischen Eltern und Kindern unsere Forschungen nach den Ursachen der Verhalt sstörungen von Kindern oft weitaus früher, namlich in der Kindheit ihrer Eltern ansetzen müssen. Diese Form der Anamnesenerhebung, die sich bemüht, menschliche Konfliktsituationen aufzudecken, die oft in Verdrangungsprozessen dem BewuBtsein schwer zuganglich sind, erfordert eine besondere Form der Aufgeschlossenheit von beiden Seiten, Therapeuten wie Patienten. Der offenen Bereitschaft des Patienten, die noch durch seinen Leidensdruck verstarkt sein kann, kommt die "freischwebende Aufmerksamkeit" (S. Freud) des Arztes oder Er-