Bővebb ismertető
Ich war bei meiner dritten Tassé Kaffee, als das Telefon klin-gelte. Ich liefi es láuten. Wenn man dreí Jahre auf einen Anruf gewartet hat, dann kann man ruhig noch weitere dreifiig Se~ kunden warten.Ich füllte die Kaffeetasse noch einmal. Mein Blick erfafíte den Stand der Sonne, das Fenster der Blondine, die in dem Haus unterhalb des meinen auf dem Hügel wohnte, den Verkehr auf der Autobahn.Die Sonne hatte den Kamm des Hügels noch nicht erreicht, die Blondine schlief, ihre Jalousien waren geschlossen, und auf der Autobahn kroch einsam ein Streifenwagen dahin. Ich nahm den Hörer ab. Guten Morgen, Sam, sagte ich. Eínen Augenblick war es still. Ich hörte seinen rauhen Atem durch die Leitung. Wieso weiGt du, dafi ich es bin? In dieser Stadt wird spát aufgestanden; keiner erhebt sich vor zehn Uhr.Ich konnte nicht schlafen, brummte er. Ich kam gestern abend an, aber ich hab mich noch nicht umgestellt, bin zeitlich immer noch in New York. Kenn ich.Was treibst du? fragte er.Ich sitze hier und trinke Kaffee.Wie wár's? Willst du mit mir frühstücken?Ich frühstücke nicht, Sam, das weifit du doch.Ich auch nicht, gab er zurück, und das weiSt wieder du. Aberich kann nicht schlafen. Und ich will mit dir reden.Du hast mich ja am Apparat.Mein halbes Leben verbringe ich am Telefon! Ich will dich se-hen, wenn ich mit dir spreche. Er schwieg. Wieder hörte ich seinen heiseren Atem. Dann: Ich sag dir was: Komm 'rüber, und wir fahren irgendwohin. Ich werde sogar mein Leben ris-kieren und mich in deinen neuen Wagen setzen. Dreihundert-zwanzig Kilometer, hab ich irgendwo gelesen. Warum fáhrst du nicht einfach alléin spazieren? Zwei Gründe: erstens fahren alle in Kalifornien wie die Ver-rückten, und ich hab Angst vor ihnen, und zweitens - wie ge-sagt ich will dich sprechen.