Bővebb ismertető
VORWORT
Die hier vorgelegten Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils sind für den Religionsunterridit im Gymnasium zusammengestellt. Es sollen Arbeitstexte vor allem für den Unterridit in der Oberstufe sein. Deshalb wurden die Artikel aus versdiiedenen Konzilsdokumenten jeweils ungekürzt übernommen unter Verzidit auf Kommentierung. Unberücksiditigt blieben die Konzilsdekrete, die sich mit dem Leben der Priester und Ordensleute befassen, sowie das Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe und das Dekret über die katholisdien orientalischen Kirchen. Ausgewählt wurden Texte, die in Beziehung zum Religionsunterricht der Oberstufe stehen. Auf einige Themen mußte aus Raumgründen verzichtet werden. Trotz der Beschränkung sollte die Auswahl aber auci die umfassende Weite der Konzilsaussagen widerspiegeln.
Bei der Übersetzung handelt es sich um die erste Übersetzung im Auftrag der deutschen Bischöfe. Die im Inhaltsverzeichnis angegebenen Kapitelüberschriften sind Bestandteile der Konzilstexte, die Artikelüberschriften wurden zur leichteren Orientierung zugefügt. (Beim Ökumenismusdekret handelt es sich um die in die zweite Fassung des Schemas provisorisdi eingesetzten Überschriften, die im endgültigen lateinischen Text aber fehlen.) Die Anmerkungen, die dem offiziellen lateinischen Text beigefügt sind, wurden nur insoweit übernommen, als sie sich auf wörtliche Zitate in den ausgewählten Artikeln beziehen.
Das Konzil hat in seiner letzten, an die Jugend der Welt geriditeten Botschaft betont, daß die Kirche vier Jahre daran gearbeitet hat, ihr Antlitz zu verjüngen um besser dem Plan des Gründers zu entsprechen und ein Licht für die Zukunft zu entzünden. Indem die Kirche sidi neu als Volk Gottes versteht, ruft sie alle Gläubigen zu neuer, tätiger Teilnahme auf, von der Feier des Gottesdienstes bis zum Dienst in der Welt. Die sachliche Erarbeitung der Ergebnisse des Konzils kann ein Schritt dazu sein. Dieses engagierende Moment übersehen, hieße das Konzil in einem entscheidenden Punkt mißverstehen. Die ganze Kirche soll im Aggiornamento den Anruf Gottes in dieser Zeit verwirklichen. Die Botschaft an die Jugend gipfelt in der Mahnung: „Im Namen Gottes und seines Sohnes ermahnen wir euch, eure Herzen den Dimensionen dieser Welt zu öffnen, den Ruf eurer Brüder zu hören und tapfer eure jugendliche Energie in ihren Dienst zu stellen."
Bielefeld, im Mai 1966 Bruno Eresing