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VORWORT
Michelagniolos Briefe liegen ihrer überwiegenden Mehrzahl nach im Archivio Buonarroti Zu Florenz; eine nicht unerhebliche Anzahl ist jedoch ins Britische Museum gekommen. Von ihnen existirt (von früheren unvollständigen Drucken abgesehen) eine italienische, gleichsam offizielle Ausgabe, die im Auftrage der Stadt Florenz G. Milanesi im Jahre 1875 bei Gelegenheit der vierten Zentenarfeier von Michelagniolos Geburt hergestellt hat. Ins Deutsche sind diese Schriftstücke zum Teil und mehrfach übersetzt worden: So von Guhl in den Künstlerbriefen (1853, Band I), von H. Grimm im Leben Michelangelos, von Herrn von SchefFler u. a. m. Eine besonders große Anzahl von Briefen hat H. Thode in „Michelangelo und das Ende der Renaissance" (1902, Band I und II) übertragen. Allen diesen liegen Milanesis Texte zugrunde, mit Ausnahme der schönen Publikation Guhls, der älteren und nicht immer authentischen Versionen folgen mußte. Da Milanesis Ausgabe jedoch unkritisch ist, bin ich bei meiner Übersetzung überall auf die Originale selbst zurückgegangen, die ich vor vielen Jahren sowohl in Florenz (anno 1882) wie in London (anno 1899) habe einsehen dürfen; auch habe ich meine, soweit sie gedruckt sind, auch von Thode bereits fruktifizierten Michelagniolo-Forschungen und manches noch ungedruckte Material dabei verwendet. Eine wissenschaftliche Gesamtausgabe dieser in so vielfacher Hinsicht