Bővebb ismertető
Zur Genealogie der „Phyllohybriden" (Epicacti)
(Englischer Titel: „Genealogy of the largo Flowered Cactus Hybrids", von Gordon D. Rowley, England, i)
„Der Reiz der Stammbaumforschuug liegt zweifellos in seiner rätselhaften Unergründlichkeit."
F. Harmson.
Es gibt wohl nur wenige Sukkulentensammlungen, in denen man nicht einige der großblütigen „Phyllokakteen" oder „Epiphylhim" — wie neuerdings der gebräuchliche Name lautet — findet. In Amerika hat man für sie den schönen Namen „Orchid-Cacti" geprägt. Viele von ihnen haben aber unter ihren Vorfahren überhaupt keine Blattkakteen, wie man weiter unten sieht, und die einzige Ähnlichkeit mit Orchideen besteht darin, daß sie teilweise von Pflanzen mit epiphytischem Wuchs abstammen. Es wäre also angebracht, daß man für sie einen guten allgemeingültigen Vulgärnamen wählte. Aber welchen? Die Azteken hatten dafür bereits einen recht kennzeichnenden Begriff geschaffen: „Cuauhnochtli" oder „Baumkaktus", dem etwa die mehr botanische Bezeichnung „Epicactus" entsprechen würde. Jedenfalls erfordert die steigende Beliebtheit dieser Gewächse, einen treffenden volkstümlichen Namen für sie zu finden. In Deutschland ist „Blattkaktus" der gebräuchlichste.
Einige kultivieren diese Pflanzen, ohne in ihnen überhaupt Kakteen zu sehen, andere wieder, weil sie meinen, sie seien die einzigen wirklich ansehnlichen (was auch darin seinen Grund hat, daß die zahlreichen prächtig und reich blühenden Kakteenarten, die in jüngerer Zeit gefunden wurden, noch viel zu wenig bekannt sind). Jedenfalls sind die „Phyllokakteen" die alleinigen Vertreter ihrer Familie, bei denen systematische Kreuzungsversuche mit dem Ziel der Auslese ansehnlicher Blütengrößen und -färben unternommen wurden. Als Ergebnis dessen findet man heute in der Literatur zahllose Bastardnamen.
Über den Ursprung dieser Hybriden sagt die Amerikanische Epiphyllum-Gesellschaft: „Verschiedene Autoren haben die Ansicht, daß es so gut wie unmöglich ist, etwa die Herkunft älterer Kreuzungen festzustellen" (26). Das wäre kein ermutigender Start für einen Genealogen, der sich um die Klärung dieses Problems bemüht. Aber die nachfolgenden Ausführungen werden zeigen, daß ein solches Unterfangen nicht so hoffnungslos ist, wie es den Anschein hat. Das Rätsel der Abstammung ist hier nicht unlösbar, und es ist für manchen vielleicht überraschend, daß es durchaus möglich ist, die Hauptzweige der ,,Bastard-Stammbäume" darzustellen. Man muß sich daher auch wundern, daß angesichts der ziemlich umfangreichen Literatur des 19. Jahrhunderts noch nicht eher der Versuch gemacht wurde, die Stämme der Hybriden zu benennen und zu klassifizieren. Die einzigen neueren Bücher, die sich mit dieser Frage befassen, sind Scott Haseltons ,,Epiphyllum Handbook" (15) und Kurt Knebels „Phyllokakteen" (18).
Nomenklatur: Da in den beiden vorerwähnten Büchern nur kurze historische Hinweise gegeben wurden, ist es wichtig, zuerst auf die Nomenklaturfragen einzugehen bzw. festzustellen, daß alle Hybriden von Bedeutung ,,intergenerisch"
Die Bastardnamen sind, wie auch sonst meist, nicht in das Sachverzeichnis aufgenommen, da das Handbuch nur von natürlichen Arten handelt. Die Namen der „Phyllohybriden" lassen sich aber in Rowleys übersichtlicher Arbeit leicht auffinden. Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf den Literaturnachweis. 225 Baekcberg. Cactacca.'. Bd. VI.