Bővebb ismertető
DieCommissione schickt den TDdKRIMINALROMANDie Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel. Vielleicht war die Hitze schuld daran, wenn Franco Solo nicht bemerkte, daß ihm in gleichbleibendem Abstand ein Wagen folgte. Das schmale Band der Straße zog sich in vielen Windungen von Miles City aus in westlicher Richtung durch die Gebirgslandschaft Montanas. Der Straßenbelag flimmerte. Die kahlen Felsen zu beiden Seiten reflektierten das grelle Sonnenlicht.Franco wurde von der flirrenden Helligkeit geblendet. Er kniff die Augen zusammen und spähte nach rechts, wo sich hinter zerklüfteten Felsbarrieren einige Hügel mit vereinzelten Baumgruppen zeigten. Dort drüben irgendwo mußte der Bungalow liegen, den er suchte. Man hatte ihm gesagt, daß er von derStraße aus zu sehen wäre.Er tastete die bizarre Umgebung mit forschenden Blicken ab. Seit er von Miles City aufgebrochen war, hatten sich seine Gedanken mit dem verdammten Bungalow beschäftigt und vor allem mit dem Kerl, der wie ein Einsiedler darin hausen sollte. Wenn seine Aufmerksamkeit nicht besonders tückischen Abschnitten der kurvenreichen Straße galt, hielt er nach einem einsam gelegenen Haus Ausschau.So entging es ihm, daß seinem Pontiac im Abstand von etwa zweihundert Yards ein Jeep folgte. Ein knochiger Mann mit harten Zügen saß am Steuer, eine grüne Baseballmütze mit langem Schirm tief in die Stirn gedrückt. Der Mann hießt Chuck Sargota. Er hatte viele Monate ge-braucht, um Franco Solo aufzuspüren. Es war ihm gleichgültig, wohin Solo unterwegs war. Wichtig war nur, daß er ihm nicht mehr entwischte. Er mußte nur aufpassen, daß er nicht zu dicht an dem Pontiac klebte und Solo mißtrauisch wurde.Sargota bleckte die langen, gelblichen Zähne. Diesmal geht mir der verfluchte Halunke nicht durch die Lappen. Ich hab mich kreuz und quer durch die Staaten an seine Fährte gehängt. Nun ist es soweit. Hier in Montana schnappt die Falle zu Franco Solo hätte hellseherische Fähigkeiten haben müssen, um zu ahnen, wer ihm im Nacken saß. Er zog den Wagen durch eine Haarnadelkurve, die seine ganze Konzentration erforderte. Danach führte die Straße eine halbe Meile geradeaus und stieg leicht an. Sein Blick wanderte wieder nach rechts. In der Ferne waren die verschwommenen Konturen eines gewaltigen Bergmassivs zu erkennen. Davor breitete sich von Wald durchsetzte, felsige Hügellandschaft aus. Verdammt, dachte Franco, der Bungalow soll etwa zwanzig Meilen außerhalb der Stadt rechts-der Straße an einem steinigen Hang liegen. Bin ich etwa schon daran vorbeigefahren?Er hatte die Befürchtung kaum zu Ende gedacht, da entdeckte er den Bungalow. Es war ein einstöckiger grauer Holzbau mit einer langen Veranda. Von dort führte eine Treppe aus Bohlen mit unzähligen StufenDie Hauptpersonen des Romans:Chuck Sargota Er ist der Schatten, der Franco Solo beharrlich bis nach Montana folgt, besessen von dem Gedanken, das Urteil der Commissione zu vollstrecken.Roy Thomas Ein Maler, der nicht ahnt, daß er schon mit einem Fuß im Grabe steht.Roy Bannister Ein Kunstsachverständiger. der nicht lange genug lebt, um noch eine Aussage machen zu können.Linda Montgomery Eine bildhübsche Frau, die ihren Geliebten ermordet in ihrem Swimming-pool findet.Rossato Der Gangster und Mafiaboß. der um Bruchteile von Sekunden zu spät begreift, wann er sein Spiel verloren hat.Franco Solo Der Mann, der der Mafia wieder einen neuen, vernichtenden Schlag beibringt.hinunter zu einem Feldweg, der von der Straße abzweigte.Die Abzweigung lag hinter einer Felsnase, die unmittelbar neben der Straße schroff aufragte, und dessen oberer Teil ein Stück darüberhing. Das Haus stand auf einem mit Felsbrocken bepflasterten Hügel. Der von der Sonne knochentrocken gebrannte Lehmweg schlängelte sich am Fuß des Hügels um ihn herum. Franco stoppte, als er die im Zickzack zum Haus führende Treppe erreichte. Er sah hinauf. Auf der Veranda war niemand zu sehen. Die Fenster waren mit hölzernen Sonnenblenden verschlos-sen.Franco schwang sich aus dem Wagen und stieg die mit einem morschen Geländer versehene Treppeempor.Chuck Sargota kam mit dem Jeep aus der Kurve heraus und sah, daß der Pontiac von der Straße abgebogen war und den Feldweg entlangholperte. Er stoppte sofort, setzte den Jeep zurück und brachte ihn hinter einem Felsvorsprung neben der Straße zum Stehen. Er fragte sich, ob Solo das Manöver bemerkt haben könnte. Vermutlich nicht, denn er hatte blitzschnell reagiert.Sargota sah sich um. Neben dem Felsvorsprung führte eine Bodenrinne von der Straße weg. Sie war mit Geröll bedeckt, aus dem niedrige Sträucher emporwucherten. Die