Bővebb ismertető
die englische bildnis-miniaturmalerei Es ist eine in der Kunstgesdiidhte vereinzelte Erscheinung, dal3 ein kulturell und geistig so hodhstehendes Volk wie das englische zu keiner Zeit aus Eigenem eine natio^ nale Kunst hervorbringen konnte. Wáhrend im frühen Mittelalter im benachbarten und stammverwandten Frankreich aus der Verschmelzung der Gallo^Romanen und der ein^ gewanderten germanisdien Stámme ein Volk entstand, das einen so eminent charakterU stischen Stil wie den gotischen hervorbringen konnte, blieb England stets darauf ange^ wiesen, síd1 die künstlerisdhen Anregungen vom Festlande zu holen. DaB die übernommenen gotischen Bauformen mit der Zeit eine eigene englische Note erhielten, deutet keineswegs auf schöpferisdie Fáhigkeiten der einheimisdhen Baukünstler hin, sondern ist mit einem vielleicht gewagten Worte als StiUAkklimatisierung zu bezeichnen, eine Erscheinung, die man bei allén Stílen der Folgezeit in England konstatieren kann. Die Hauptursache dieser künstlerischen Unfruchtbarkeit im Vergleiche mit Frankreich ist darin zu suchen, dal3 das Inselreidh nidit so intensiv von den Römern kolonisiert worden war wie die gallischen Lánder zwischen den Pyrenáen, den Alpen und dem Rhein bis zu seiner Mündung. In diesen Gebieten waren bis zum Einsetzen des gotisdien Stiles noch viele Kunstdenkmáler aus der römischen Zeit erhalten, welche das Kunstempfinden in der bodenstándigen Be# völkerung nicht ersterben lieCen und die germanisdien Stámme für ein soldhes empfánglich maditen. Einiges hat auch die durch das rauhe Klima und die Abgeschiedenheit des Inseb* reiches bedingte Lebensweise zu diesem künstlerischen Unvermögen beigetragen, das sich bis in die moderne Zeit fortpflanzte und die englische Kunst in ihrer Abhángigkeit vom Kontinent erhielt. Bis heute ist es keinem englischen Künstler oder Künstlergruppe ge^ lungen, der Kunst des Auslandes neue Bahnen oder Ziele zu weisen. Nur in der Portrát^ kunst des XVIII. Jahrhunderts kann man von einer Beeinflussung über den Kanal her^ über in einem gewissen Sinne sprechen, die sich aber nur auf die áulkre Aufmachung erstreckt. Was die groBen Englánder dieser Zeit leisten konnten, habén sie aussdbliefilich den im Auslande geborenen und herangebildeten Meistern oder festlándischen Vorbildern zu verdanken. Als im Zeitalter der Renaissance die bildenden Künste in verháltnismáCig kurzer Zeit sich zu höchster Blüte entwickelten, blieb diese Bewegung auf den Kontinent be^ schránkt,- die Produktion der damaligen englischen Künstler geht kaum über das Niveau handwerkmáfiíg ausgeführter Arbeiten hinaus. Erst in dem 1497 zu Augsburg geborenen Hans Holbein dem Jüngeren, der 1526-1528 und 1532-1543 bis zu seinem Tode in Eng^