Vorwortzur deutschen AusgabeDas Buch, das nun auf Deutsch erscheint, wurde eigentlich in hebräischer Sprache geschrieben. Hebräisch ist die Sprache meines Denkens und meiner Vorstellungskraft, und wie es scheint, träume ich auch auf Hebräisch. Selbstverständlich erscheinen auch meine Schriften auf Hebräisch, doch meine eigendiche Muttersprache ist Jiddisch. Ich habe das Buch in erster Linie für ein israelisches Publikum geschrieben, sowohl für diejenigen, die sich selbst als Juden sehen, als auch für jene, die zu den Arabern gerechnet...
Vorwortzur deutschen AusgabeDas Buch, das nun auf Deutsch erscheint, wurde eigentlich in hebräischer Sprache geschrieben. Hebräisch ist die Sprache meines Denkens und meiner Vorstellungskraft, und wie es scheint, träume ich auch auf Hebräisch. Selbstverständlich erscheinen auch meine Schriften auf Hebräisch, doch meine eigendiche Muttersprache ist Jiddisch. Ich habe das Buch in erster Linie für ein israelisches Publikum geschrieben, sowohl für diejenigen, die sich selbst als Juden sehen, als auch für jene, die zu den Arabern gerechnet werden. Der Grund ist ein ganz einfacher: Ich lebe in Tel Aviv und bin dort Professor für Geschichte.Das Buch erschien in Israel Anfang 2008 und wurde kontrovers aufgenommen. Die elektronischen Medien waren sehr gespannt darauf, und ich wurde in viele Fernseh- und Radiosendungen eingeladen. Auch Journalisten der schreibenden Zunft berichteten über mein Werk und legten dabei in der Regel eine wohlwollende Haltung an den Tag. Anders die Angehörigen der etablierten Historikerzunft, die dagegen Sturm liefen, ebenso wie leidenschaftliche zionistische Blogger, von denen ich bald zum Volksfeind erklärt wurde. Die Leser hingegen verwöhnten mich: 19 Wochen stand das Buch auf der israelischen Bestsellerliste.Um dieses Phänomen verstehen zu können, muss man die prozionistische Brille für einen Augenblick abnehmen und Israel so betrachten, wie es ist, denn ich lebe in einer recht merkwürdigen Gesellschaft. Wie man im letzten Kapitel des Buches (dessen Schlussfolgerungen viele Kritiker erzürnten) detailliert nachlesen kann, ist es durchaus zweifelhaft, ob Israel ein demokratischer Staat ist. Schließlich versteht er sich als Staat des jüdischen Volkes, nicht aber als Repräsentant aller seiner Bürger, die innerhalb seiner anerkannten Grenzen (ohne die besetzten Gebiete) leben. Die Gesetzgebung Israels bestimmt auch zu Beginn des 21. Jahr-F13fi.
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Cím: Die Erfindung des jüdischen Volkes [antikvár]
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