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Die Concierge hüstelte, bevor sie klopfte und mit einem Blick auf den Katalog der Belle Jardiniére, den sie in der Hand hielt, ausrief: „Ein Brief für Sie, Monsieur Hire!" Dabei zog sie sich das Umschlagtuch enger über der Brust zusammen. Hinter der braunen Tür rührte sich etwas. Einmal von links und einmal von rechts hörte man Schritte, dann etwas wie knisternden Stoff, klirrendes Geschirr, und die Concierge schien mit ihren grauen Augen durch die Wand hindurch der Spuí der unsichtbaren Geráusche zu folgen. Diese kamen schlieftlich náher. Der Schlüssel drehte sich im Schloft. Ein rechteckiger Lichtschein lieft ein Stück Tapete mit gelben Blumen, die Marmorplatte eines Waschtisches erkennen. Ein Mann streckte die Hand aus, doch die Concierge sah ihn nicht oder sah ihn schlecht, jedenfalls achtete sie nicht auf ihn, denn ihr Blick wurde von etwas anderem festgehalten: von einem blutdurchtránkten Handtuch, das dunkelrot vom kalten Weift der Marmorplatte abstach. Sanft wurde sie mit der Tür hinausgeschoben. Der Schlüssel drehte sich wieder im Schloft. Die Concierge ging die vier Stockwerke hinunter und blieb dabei ab und zu stehen, um nachzudenken. Sie war mager, und die Kleider hingen an ihr herunter wie an einer Vogelscheuche, ihre Nase war feucht, die Lider waren gerötet, die Hánde von der Kálte aufgesprungen. Hinter der Glastür der Portierswohnung stand ein kleines Madchen im Flanellunterrock vor einem Stuhl, auf dém sich eine Waschschüssel befand. Ihr Brúder war schon angezogen und spritzte sie zum SpaB mit Wasser voll. Den Tisch neben ihnen hatte noch niemand abgeráumt. Plötzlich hörten sie, wie die Tür aufging. Der Junge drehte sich um. Das kleine Madchen zeigte ein tránenüberströmtes Gesicht. „Na wartet..