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Mai 1967Von der Menge der Studenten gegen den großen Glockenturm in der Mitte der Sproul Plaza gedrängt, starrte Bob Hockney hinauf zum Bauch des Hubschraubers, der die Sonne verdunkelte und wie eine fette Schmeißfliege aussah, im Begriff, sich auf ihren Köpfen niederzulassen.Auf der gegenüberliegenden Seite der Plaza hüpfte Tom Flack, schmächtig, dunkel und elfengleich, auf den breiten Stufen des Studentenzentrums herum und versuchte, sich über dem Geräusch der Hubschrauberrotoren Gehör zu verschaffen. Flack war, was man auf dem Campus von Berkeley einen radikalen Guru nannte. Er hatte mitgeholfen, ein Stück unbebautes Land zu besetzen, auf dem später der Volkspark errichtet wurde, eine Freizone, wo die Blumenkinder Haschisch anbauen, Musik machen und sich ungehemmt heben konnten. Als die Behörden versuchten, das Land wieder in Besitz zu nehmen, und es verbarrikadierten, rissen Flack und seine Freunde die Barrikaden nieder. Der Gouverneur sah sich gezwungen, die Nationalgarde einzusetzen, mit Panzern und Hubschraubern. Tom Flack hatte seine eigenen Vorstellungen, wie man mit der Nationalgarde umspringen mußte. Er empfahl den Studentinnen, während der Demonstrationen Orangen an die Gardisten zu verteilen, als Geste des guten Willens. Die Orangen waren mit LSD gespritzt.Jetzt kamen, ein paar Meter hinter dem ersten, zwei weitere Hubschrauber in Sicht. Tom Flack vergaß seine zündende Rede über die Einverleibung der Universität durch das Militärestablishment mittels lukrativer Pentagon- und CIA-Verträge und schüttelte die Fäuste gen Himmel.Bob Hockney, ein hagerer, gutaussehender Politologiestudent, zweiundzwanzig Jahre alt, stimmte dem, was Flack gesagt hatte, im großen und ganzen zu. Jetzt fuhr er sich mit der Hand durch sein dunkelgelocktes, halblanges Haar. Er wußte, daß einer seiner Pro-