Bővebb ismertető
arie Anna Sommerhaus steht mit heiBem Gesicht auf der breiten Steinterrasse, welche der Giebelwand des elterlichen Hauses entlangláuft. Ihr Vater hat diese Terrasse erst vor zwei Jahren erstellen lassen, und es ist ihr, Marié Annás Werk, daB es dazu kam. Warum sollte ein Bauernhaus nicht auch eine Terrasse habén wie die Stadtháuser untén im Talgrund? Marié Anna legt beide Hánde an die weiBe Haut ihrer Schláfen und streicht sich das leicht gekráuselte, rotschimmernde Haar zurück. Ihre Lippen öffnen sich durstig, als sögen sie das Bild dieses Talgrundes, des rauschenden Flusses, der hin und wieder zwischen dem Buschwerk des Ufers aufblitzt, der kleinen, mittelalterlichen Stadt und des jenseitigen Berges heftig in sich ein. Sie hebt sich auf die FuBspitzen, drückt die Schultern zurück und dehnt ihre Brust in stoBweisen Atemzügen. Darüber knistert das zusammengefaltete Zeitungsblatt, das sie sich in den Latz ihrer Schürze gesteckt hat, und sie flüstert mit derselben Heftigkeit, welche in jeder ihrer Gebárden und im Ausdruck ihrer ganzen hochgereckten Gestalt liegt: Fort, fort, oh, nur fort! Drinnen auf dem Herd dampft das Scheuerwasser. Die Mutter hat der eben erwachsenen Tochter zum erstenmal die Frühlingsputzerei überlassen und ist hinuntergestiegen in die Stadt, sich auf Marié Annás GeheiB und nach deren genauen Anweisungen einen hübschen Sommerhut zu erstehen. Warum soll nicht auch eine Báuerin einen Hut tragen dürfen? Warum soll sie in alle Ewigkeit dazu verurteilt bleiben, sich zum Kirchgang ein armseliges Tüchlein unter dem Kinn festzuknoten? Der halbe Boden der Wohnstube ist schon rein gescheuert und mit kaltem Wasser nachgespült. Alléin Marié Anna wird noch immer ganze Eimer voll des dampfenden Wassers brauchen und weitere zwei oder drei Büchsen der bráunlichen, klebrigen Schmierseife, bis auch die letzte Planke so weiB und appetitlich aussieht wie frischgeschlagene Butter. Und so muB jeder der breiten, tannenen Riemen aussehen, wie frischgeschlagene Butter im FaB, die