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Die Frage der Revolution und der Reform in der Arbeiterbewegung Österreich-Ungarns um die Jahrhundertwende [antikvár]

T. Erényi

 
Die sich bildende sozialistische Arbeiterbewegung Österreich-Ungarns stand unter deutschem Einfluß. Sie hat sich, dem Beispiel der deutschen Sozialdemokratie folgend und mit ihr in organischer Verbindung stehend, entwickelt und gefestigt. Einer der Gründe hierfür war der deutsche Charakter der österreichisch-ungarischen Monarchie hinsichtlich ihrer Leitung , die bedeutende Rolle des deutschen Ethnikums unter den Völkern des Reiches besonders in den Städten sowie die intensive und in den verschiedensten Formen regelmäßig zur Geltung...
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Die sich bildende sozialistische Arbeiterbewegung Österreich-Ungarns stand unter deutschem Einfluß. Sie hat sich, dem Beispiel der deutschen Sozialdemokratie folgend und mit ihr in organischer Verbindung stehend, entwickelt und gefestigt. Einer der Gründe hierfür war der deutsche Charakter der österreichisch-ungarischen Monarchie hinsichtlich ihrer Leitung , die bedeutende Rolle des deutschen Ethnikums unter den Völkern des Reiches besonders in den Städten sowie die intensive und in den verschiedensten Formen regelmäßig zur Geltung kommende Verbindung mit den wirtschaftlich und gesellschaftlich entwickelteren deutschen Gebieten außerhalb der Monarchie. Die sich in der österreichisch-ungarischen Monarchie entfaltende sozialistische Organisierung stand also mit jener Bewegung in enger Beziehung, von der Engels erklärt hat: Marx und ich waren mit der deutschen Bewegung inniger verwachsen als mit irgendeiner andern.1Besonders stark war Deutschlands Einfluß in revolutionär-theoretischen Fragen. Die Ausarbeitung dieses Themenkreises verlangte von der Bewegung offensichtlich eine höhere theoretische Vorbildung als die Bestimmung der Parteierfordernisse in anderen Beziehungen (organisatorische Fragen, bürgerlich-demokratische politische, wirtschaftliche Ziele usw.). In ausgesprochen theoretischen Fragen trat also das Beispiel der entwickelteren ausländischen Bewegungen stärker in den Vordergrund.Die Problematik Revolution oder Reform bzw. Revolution und Reform wurde in neuer, wir könnten sagen moderner Form, in den nach Marxschen Grundsätzen wirkenden Bewegungen marxistischen Charakters aufgeworfen. Die sozialistischen Richtungen vor Marx trugen entweder überwiegend Re-fprmcharakter oder standen in Verbindung mit dem eine radikale politische Änderung fordernden revolutionären Deniokratismus. Die Stellungnahme der revolutionären Demokratie zur Revolution basierte natürlich nicht auf der Beachtung der Klassenstandpunkte im marxistischen Sinne und entsprach somit auch nicht der Marxschen Auffassung der Revolution, die das Kommunistische Manifest wie folgt bestimmt: durch den gewaltsamen Sturz der Bourgeoisie begründet das Proletariat seine Herrschaft. Was die verschiedenen nichtmarxistischen sozialistischen Richtungen nach dem Auftreten von Marx betrifft, so kennt der kleinbürgerliche Sozialismus den Begriff der Revolution im wesentlichen nicht und ist eindeutig von evolutionärem Charakter, der anarchistischen Revolutionstheorie jedoch und darin ist1 Marx-Engels: Ausgewählte Schriften II. Verlag für fremdsprachige Literatur, p. 8. Moskau 1950.

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Cím: Die Frage der Revolution und der Reform in der Arbeiterbewegung Österreich-Ungarns um die Jahrhundertwende [antikvár]
Szerző: T. Erényi
Kiadó: AKADÉMIAI KIADÓ
Kötés: Tűzött kötés
ISBN: 9630508257
Méret: 170 mm x 230 mm
T. Erényi művei
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