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Am ersten Mai wanderte Stilling mit seiner Christine zu Fuß nach Elberfeld, und Herr Heider begleitete sie; die ganze Natur war still, die Sonne schien über Berg und Tal, und ihre warmen Frühlingsstrahlen entfalteten Blätter und Blüten. Stilling freute sich seines Lebens und seiner Schicksale, und er glaubte gewiß, jetzt würde sein Wirkungskreis groß werden.
Sein Schwiegervater führte ihn in das Haus, welches ihm Dinkler und Troost gemietet hatten. Die Magd war ein paar Tage vorausgegangen, hatte alles gereinigt und den kleinen Vorrat von Hausgeräten in Ordnung gebracht.
Als man nun alles besehen hatte, nahm Heider mit vielen heißen Segenswünschen Abschied. Jetzt stand nun das junge Ehepaar da und sah sich mit nassen Augen an - der gesammelte Hausrat war knapp zugeschnitten, sechs bretterne Stühle, Tisch und ein Bett für sie und eins für die Magd, ein paar Schüsseln, Teller, Töpfe und dann die höchstnötige Leinwand nebst den unentbehrlichsten Kleidern war alles, was man in dem großen Hause auftreiben konnte. Und die Kasse? - Diese bestand in allem aus fünf Talern.
Wahrlich, es gehörte viel Vertrauen auf Gottes Vatersorge dazu, um die erste Nacht ruhig schlafen zu können, und doch schlief Stilling mit seinem Weibe recht wohl, denn sie zweifelten beide keinen Augenblick, Gott werde für sie sorgen. Indessen plagte ihn zu gewissen Zeiten seine Vernunft, aber er gab ihr kein Gehör und glaubte nur.
Des anderen Tages machte er seine Visiten, Er fand einen großen Unterschied im Betragen seiner künftigen Mitbürger, Seine pietistischen Freunde, die ihn ehemals als einen Engel Gottes empfingen, blieben jetzt von ferne stehen. Das war