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Ein tiefblauer Himmel wölbte sich über London, und die Sonne malte helle Kringel auf das Deck der >Bullfinch<, die in St. Kathe-rine's Dock vor Anker lag. Es war ein kalter, klarer Frühlingstag des Jahres 1912, und an Bord des Dampfers herrschte geschäftiges Treiben. Vor wenigen Stunden war die >Bullfinch<, von Rouen kommend, im Themsehafen eingelaufen, und man war mitten im Löschen der Ladung. Im Stauraum im Vorderschiff stand ein junger Mann und kontrollierte das Entladen eines Postens Weinfässer. Tom Broughton war mit sich und der Welt sehr zufrieden, besonders aber mit der Firma Norton und Banks, Wein und Spirituosen en gros. Tom war im Zentralbüro der I. & C.-Reederei (Insular and Continental Steam Navigation Company Ltd.) angestellt, und hätte es nicht bei der letzten Lieferung an die Weinfirma eine Reklamation gegeben, so hätte ihn Mr. Avery gewiß nicht herunter ans Dock geschickt, tmi die Sendung persönlich zu übernehmen. So aber hatte er nun Gelegenheit, einen Nachmittag lang der stickigen Büroluft zu entrinnen.
Je vier Weinfässer wurden vertäut und durch die Luke hochgehievt. Gerade war eine Partie auf dem Weg nach oben, und Broughton beugte sich über seine Papiere, um den Posten abzustreichen, als plötzlich ein Warnruf ertönte — »Achtung! Achtung!« Er spürte, wie er plötzlich rauh angepackt und nach hinten gerissen wurde. Er drehte sich um und sah gerade noch, wie die vier Fässer kopfüber aus der Schlinge glitten und schwer zu Boden schlugen. Glücklicherweise waren sie erst etwa eineinhalb Meter hoch gehoben worden, aber sie waren ziemlich schwer und der Aufprall heftig. Die beiden unteren Fässer waren leicht beschädigt, zwischen den Dauben begann Wein herauszusickern. Die anderen waren sanfter aufgekommen und schienen vmbeschädigt. Die Männer waren alle zur Seite gesprungen, und niemand war verletzt.
Die tropfenden Fässer wurden mit dem kaputten Ende nach oben aufgerichtet und vorübergehend zur Seite geschoben. Das dritte Faß war unbeschädigt, wie sich herausstellte, aber beim vierten war es anscheinend doch nicht ohne Schaden abgegangen.
Dieses vierte Faß unterschied sich äußerlich von den anderen, und es gehörte auch nicht zur Lieferung der Firma Norton und Banks. Es war fester und auch besser ausgeführt, eichenfarben und lackiert. Außerdem enthielt es auch offensichtlich keinen Wein, denn durch einen Spalt am Ende einer der Dauben quoll ein Häufchen Sägemehl.