Bővebb ismertető
In Mesopotamien, dem Land zwischen den Strömen" Euphrat und Tigris, erfolgte der Übergang von der nomadischen Lebensweise zur Pflanzenkultivierung und Sefthaftigkeit ab dem Beginn des 9. Jahrtausends v. Chr. Die ersten Bauern betrieben Regenfeldbau am Fu&eder Gebirge, und nur allmáhlich drangen einzelne Gruppén zu den Alluvialgebieten an den Flüssen vor, die im Frühjahr regelmáBig von Überschwemmungen heimgesucht wurden und im Sommer völlig ausdörrten. Sie errichteten ihre Lehmhütten am Rande der Sümpfe, rangén dem Boden mühsam karge Felder für den Anbau ab und hielten etwas Vieh, das auf den Sumpfwiesen weidete. Aber bis zum Jahre 3000 v.Chr. hatte sich in dieser ursprüngiich öden Region ein grundlegender Wandel vollzogen. Nun sáumten ansehnliche Stádte die Ufer der beiden Ströme, umgeben von Getreidefeldern, die sich wie eine Woge der Fruchtbarkeit über die einst so unwirtlichen Niederungen breiteten. Die Stádte waren durch máchtige Ringmauern geschützt und wurden von hohen Tempelbauten überragt. Es gab Palásté und Vilién aus Lehmziegeln, und mehrráumige Wohnháuser flankierten die Stra&en und Gassen. In Hunderten von Láden botén geschickte Handwerker von Töpferwaren bis zu kostbaren Geschmeiden alles feil, was das Herz begehrte. An Festtagen zog die Bevölkerung in langen Prozessionen zu den Tempeln. In diesem Land zwischen den Strömen" hatte sich ein Schlüsselereignis der Menschheitsgeschichte abgespielt-die GeburtderZivilisation. Die Nachfolger jener Bodenbauer aus der Jungsteinzeit, die am Rande der Schwemmgebiete ihr Dasein fristeten, hatten es fertiggebracht, die scheinbaren Nachteile ihrer vorderasiatischen Heimat zu überwinden, ja, sie geradezu ins Gegenteil zu verkehren. Der Aufstiég dieses Volkes - man nannte sie spáter Sumerer und ihr Land Sumer-fiel in eine Zeit, da die meisten Erdbewohner noch ein Leben als Wildbeuter führten. Sie streiften in kleinen Gruppén umher und ernáhrten sich als Jáger und als Sammler wilder Korner und Früchte. Auf den Savannen Afrikas, in den Urwáldern Europas, in Australien sowie in Nord- und Südamerika hausten in Tierfelle gehüllte Menschen in Höhlen oder primitíven Schutzbauten. Sie folgten den Wildtierherden auf ihren saisonalen Wanderzügen und kámpften jeden Tag aufs neue um ihre Existenz. Die ersten, die dieses Urverhalten ablegten - eine Überlebensstrategie, an der die Menschheit seit ihren Anfángen vor Hunderttausenden von Jahren festgehalten hatte -, waren einige Bewohner des Nahen Ostens. lm Laufe von Jahrtausenden domestizierten sie Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine und begannen Weizen und Gerste anzubauen, so dafc sie das Umherstreifen aufgeben und zu einer se&haften Daseinsform übergehen konnten. Die frühesten festen Niederlassungen wurden bereits um 9000 v.Chr. in den hügeligen Régiónén östlich und nördlich von Mesopotamien gegründet, Gebiete, die