Bővebb ismertető
VORWORT «Le physiologiste et le médecin doivent done toujours considérer en mérne temps les organismes dans leur ensemble et dans leurs détails, sans jamais perdre de vue les conditions spéciales de tous les phénoménes particuliers dont la résultante constitue Vindividu.v (Claude Bernard: Introduction á Vétude de la médecine expérimentale; 1865) Dank eifriger Forschungsarbeit sind wir heute im Besitze ausgedehnter Kenntnisse über die Funktionen des vegetativen Nervensystems. Was uns hingegen felilt, ist der geschlossene Überblick über die mannigfachen Zusammenliánge. Diese Situation entspricht. der Entwicklung aller naturwissenschaftlichen Erkenntnis: Bei einer ersten Etappe ist das Interesse auf das Einzelpliánomen gerichtet. In unserem Fali hat es sich darum gehandelt, die Leistungen kennenzulernen, welche die einzelnen Organe erfüllen. Es galt im besonderen, Náheres über die hiefür verantwortlichen Mechanismen und Chemismen zu erfahren. Auf dem Weg dieser Funktionszergliederung kam es auch sukzessive zu einer Yerfeinerung der Arbeitsmethoden, durch welche man immer tiefer greifende Einblicke in die speziellen Yorgánge erhalten hat. Entscheidende Bedeutung erlangte dabei die Erfassung des quantitativen Momentes. Sie lenkte die Aufmerksamkeit auf das Problem der Anpassung der Organfunktionen an wechselnde Bedingungen. Daniit war ein Aspekt gewonnen, welcher die Funktion des vegetativen Nervensystems im Sinne von Regulationsvorgangen und der ihnen zu Grundé liegenden Gesetzlichkeiten verstehen láűt. In logischer Weiterentwicklung wird nun die Organisation der Regulationen zum Gegenstand der Untersuchung gemacht und der Weg betreten, welcher von den Einzelerfahrungen zum Begreifen organischer Ordnung führt, deren Klarstellung eine zwar oft unbeachtete Aufgabe ist, die in Tat und Wahrheit aber erst zur Vollendung physiologischer Forschung führt. DaB sich prominente Klassiker der Physiologie dieser Wahrheit wohl bewuBt waren, bringt das von uns gewáhlte Motto eindeutig zum Ausdruck. Wenn in der Folge das Interesse am Ganzén stark in den Hintergrund rückte, ja mehr und mehr iibersehen wird, so ist dies ein verhángnisvolles Negati-