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Der unendliche Schatz. — Auf der Schwelle der
venezianischen Galerien erscheint uns vor allem die Gestalt der wunderbaren Stadt. Wenn wir hier eintreten, entfernen wir uns nicht von ihr, ja wir kommen ihr innerstes Wesen zu suchen. Es ist das Idealbild Venedigs selbst, das uns aus dem " Olymp „ Paolo Ve-roneses entgegenkommt, gebadet in zartestes Licht und farbige Schatten; nicht bloss überreich an Malern und an Gemälden, sondern selbst ein Wunder an malerischer Lichtfülle. Man begreift, dass die Malerei - Malerei im Sinne einer Kunst der Farbtöne - hier entstanden ist und hier, mehr als sonst irgendwo, ihren höchsten und vollsten Triumph gefeiert hat. Denken wir nur an das Bild der einzigen Stadt, wie es sich noch vor wenigen Jahrhunderten darbot, als fast alle Häuser aussen und innen Fresken-schmuck trugen und die grösseren Paläste stattliche Gemäldesammlungen aufwiesen, als die Kirchen und Kongregationen oder Schulen unvergleichlich zahlrei-
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