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Erster TeilDie Sonne ging unter, es war Juni, man zählte das Jahr 19 , und ein Soldat überquerte die ersten beiden Gleise des Bahnhofs Ragusa in Sizilien. Auf dem dritten Gleis, hinter dem zweiten Bahnsteig, stand der Zug nach Terranova, Licata, Canicatti. Er war mit Menschen vollgestopft. Sie schrien zwischen dem Auf und Ab eines fast stoßweise gesungenen Liedes, das sie einmal an dieser, einmal an jener Stelle aufnahmen, mit nur zehn oder auch mit einigen hundert Stimmen. Der Soldat sah die Arme an, die aus den Fenstern der fest geschlossenen Waggontüren hervor-zappelten, mit geschwenkten alten Mützen, mit gelben Lumpen, die unrasierten dunklen Gesichter, die ohne Unterbrechung auftauchten und verschwanden. Was ist denn mit denen los?" fragte er. Er fragte einen Bremser, der bis zur Mütze im Schatten, aber mit der Mütze noch in der Sonne am Zug entlangging. Der wandte sich kaum um, blickte ihn von der Seite an und nahm dann gleich seinen schleppenden Gang wieder auf: ein hagerer Mensch über zwei riesigen Nagelstiefeln. Die Nägel kreischten im Kies. So erreichte er am Ende des Bahnsteigs den weißen Dampf, der aus dem Unterteil der Lokomotive hervorfauchte, stand dort zwischen Sonne und Staub und berührte, als wollte er sich an sie lehnen, die gußeiserne Säule, aus der bei diesem endlosen Aufenthalt die verdurstete Kohle des Tenders Wasser trank. Der Soldat bemerkte ihn, folgte ihm von dort aus, wo er5