Bővebb ismertető
Als Rubens im Spatherbst 1608 aus Italien in seine Vaterstadt Antwerpen zurückkam, war er mit seinen einunddreifíig Jahren bereits ein berühmter Maler sowie ein humanistisch durchgebildeter und gesellschaftlich wie politisdi erfahrener Mann. Im Mai 1600 hatte er sich, drei Jahre nach dem Abschlufi seiner Antwerpener Lehrzeit, nach Italien aufgemacht, war dort alsbald Hofmaler des Herzogs von Mantua geworden, der ihn 1603 in diplomatischer Mission an den spanisdien Königshof nach Madrid schickte, hatte für Rom, Mantua und Genua máchtige Altáre und für den genuesischen Adel prachtvolle Bildnisse gemalt und zuletzt wieder in Rom, alle dort anwesenden Maler überflügelnd, einen der bedeutendsten kirchlichen Auftráge dieser Jahre ausgeführt: drei grofie Bilder für den Hochaltar der Kirche Santa Maria in Valicella. Als er jetzt nádi achtjáhrigem Italienaufenthalt Ende November 1608 nach Antwerpen zurückkehrte, kam er nicht mit der Absicht zu bleiben, sondern lediglich um seine schwerkranke Mutter noch einmal zu sehen. Er traf sie nicht mehr am Leben. Aber sein Ruhm war ihm seit langem vorausgeeilt, und so nimmt es nicht Wunder, dafí alle Welt ihn in Flandern zu haltén suchte. Antwerpen erteilte ihm den Auftrag für eine grofíe, als staatliche Huldigung an Christus gemeinte ,Anbetung der Könige' für die Staatenkammer des Rathauses, in der eben ein zwölfjáhriger Waffenstillstand zwischen Spanien und Holland verhandelt wurde, der zu einer gewissen Erholung der schwer geprüften Stadt zu führen versprach und im April 1609, als das Bild (das sich heute im Prado befindet) bereits fertiggestellt war, zum Abschlufi kam. Der Kreis der Antwerpener Humanisten bot ihm Heimstatt für seine ausgedehnten gelehrten Neigungen, und das spanische Statthalterpaar in Brüssel, Erzherzog Albrecht und Infantin Isabella, liefí sich von ihm portrátieren, ernannte ihn zum Hofmaler und versah ihn mit ehrenvollen und nicht minder vorteilhaften Privilegien. Die Absicht gelang,