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Die Gemälde in der Bildergalerie von Sanssouci [antikvár]

Götz Eckhardt

 
Die großen fürstlichen Kunstsammlungen des Barock dienten in erster Linie dem Bestreben der feudalen Herrscher, ihrer ökonomischen und politischen Machtstellung durch Reichtum an Kunstwerken sichtbaren Ausdruck zu verleihen. So enthielten die weiträumigen Schlösser eine Fülle von kostbaren Gemälden, Skulpturen, Möbeln und kunsthandwerklichen Gegenständen. In Zusammenklang mit der prunkvollen Raumgestaltung vermittelten diese Schätze einen glanzvoll festlichen Eindruck und boten den repräsentativen Rahmen für die luxuriöse...
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Die großen fürstlichen Kunstsammlungen des Barock dienten in erster Linie dem Bestreben der feudalen Herrscher, ihrer ökonomischen und politischen Machtstellung durch Reichtum an Kunstwerken sichtbaren Ausdruck zu verleihen. So enthielten die weiträumigen Schlösser eine Fülle von kostbaren Gemälden, Skulpturen, Möbeln und kunsthandwerklichen Gegenständen. In Zusammenklang mit der prunkvollen Raumgestaltung vermittelten diese Schätze einen glanzvoll festlichen Eindruck und boten den repräsentativen Rahmen für die luxuriöse Lebenshaltung an den absolutistischen Höfen. Die Auswahl der Kunstwerke für die Sammlungen und die Ausstattung der Schloßräume erfolgte nicht nach wissenschaftlich-systematischen Gesichtspunkten wie in den für die Öffentlichkeit bestimmten musealen Neugründungen des 19. Jahrhunderts, die ihr Entstehen dem bürgerlich demokratischen Bildimgsbewußtsein verdanken; man erstrebte vielmehr ein wirkungsvolles dekoratives Gesamtensemble, das die Werke der zeitgenössischen Kunst ebenso wie die vergangener Epochen umfaßte. Waren die Gemäldegalerien der barocken Residenzanlägen in einem Saal oder in mehreren Räumen der Schlösser untergebracht, so entstand mit der Bildergalerie von Sanssouci erstmals in der Museumsgeschichte ein selbständiges, außerhalb des Schloßkomplexes liegendes eigens für diesen Zweck errichtetes Gebäude. Mit der Ausarbeitung der Pläne hatte König Friedrich II. von Preußen im Jahre 1755 den Landbaumeister Johann Gottfried Büring beauftragt, nach dessen Entwürfen zur gleichen Zeit auch das Chinesische Teehaus im Park von Sanssouci geschaffen wurde. Der Siebenjährige Krieg verzögerte jedoch die Fertigstellung, so daß der Bau erst im Jahre 1764 vollendet werden konnte. östlich des Schlosses Sanssouci gelegen, lehnt sich die Bildergalerie — gleich der als Pendent im Westen errichteten Orangerie, die später zu einem Gäste- haus umgebaut wurde und den Namen Neue Kammern erhielt — in ihrer äußeren Gestalt dem benachbarten Weinbergschloß an. Das langgestreckte, eingeschossige Gebäude wird in der Mitte durch eine Laternenkuppel kräftig akzentuiert. Die hohen, dicht aufeinanderfolgenden Fenster tragen ebenso wie der plastische Schmuck an der Qartenfront und auf der Attika zu der vom Rokoko erstrebten Auflockerung des Baukörpers bei. Die vornehmlich von Johann Peter Benckert und Gottfried Heymüller geschaffenen Marmorstatuen vor den Wandfeldern zwischen den Fenstern und in den Nischen des Mittelrisalits nehmen in ihrer thematischen Bedeutung auf den Charakter des Gebäudes als Kunstgalerie Bezug. Das gleiche gilt auch für die Schlußsteinköpfe über den Fenstern mit den Darstellungen berühmter Künstler. Mit Recht zählt die Bildergalerie zu den schönsten deutschen Museumsräumen, denn das mit kostbaren Materialien und mit vergoldeter Dekoration reich ausgestattete Innere vermittelt einen festlich heiteren Eindruck. Dem überhöhten Kuppelraum in der Mitte schließen sich zu beiden Seiten langgestreckte Flügel an, denen im Osten ein „Kabinett für kleine Schildereyen" und im Westen das zur obersten Schloßterrasse führende Treppenhaus folgen. Auf der den Fenstern gegenüberliegenden holzgetäfelten Nordwand hängen die von Goldrahmen eingefaßten Gemälde. Schon im Jahre 1754, noch bevor der Auftrag zum Bau der Bildergalerie erteilt worden war, beschäftigte sich Friedrich II. mit dem Ankauf von Gemälden für seine neue Sammlung. In einem an seinen Kammerdiener Fredersdorf gerichteten Brief vom 23. Juli dieses Jahres heißt es: „Schreibe doch an Metra nach paris: wennt dortn Inventaires werden, Wöhr Tablos verkaufet werden, ob von Tisiens, Paul Veronesse, Jourdans und Corege vohr Honete preise kaufen könte; hübsche große Tablau de galerie'

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Cím: Die Gemälde in der Bildergalerie von Sanssouci [antikvár]
Szerző: Götz Eckhardt
Kiadó: Staatlichen Schlösser und Gärten
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 190 mm x 180 mm
Götz Eckhardt művei
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