Bővebb ismertető
Spätestens seit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien fragen deutsche und europäische Öffentlichkeit mit Nachdruck nach dem "europäischen Profil" in der internationalen Poltitik. Wurde das Bemühen der zwölf Mitgliedstaaten der jetzigen Europäischen Union, ihre Außenpolitik zu koordinieren und umzusetzen in den siebziger und achtziger Jahren jenseits kleiner diplomatischer Zirkel und akademischer Kreise kaum wahrgenommen, so wird nun vor dem Hintergrund immer neuer Krisen vor der europäischen "Haustür" eine handlungsfähige europäische "Stimme" und "Hand" eingefordert.Die Leistungskraft der bisher im Rahmen der Europäischen Politischen Zusammenarbeit (EPZ) erfolgten Bemühungen gilt dabei vielfach als mangelhaft; Hoffnungen werden dabei an den "zweiten Pfeiler" des Vertrages über die Europäische Union geknüpft, der nach dem Willen der EG-Staaten das vorhandene außenpolitische Instrumentarium sowohl nach innen wie im äußeren Erscheinungsbild verbessern soll.Welche Chancen, aber auch Schwächen die Bestimmungen über die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) des Vertrages von Maastricht enthalten, inwieweit der Vertrag das im Rahmen der EPZ Erreichte fortschreibt oder qualitativ Neues enthält, war Thema eines vom Arbeitskreis Europäische Integration, Bonn und dem Institut für Europäische Politik veranstalteten Expertentreffens, das vom 17.-19.3.1993 im Europa-Zentrum stattfand.Die Leistungsfähigkeit der EPZ/GASP wurde dabei von unterschiedlicher Warte beleuchtet: Dem theoretischen Zugang, das "Phänomen" EPZ/GASP zu erfassen, folgten Analysen zu seiner rechtlichen und institutionellen Verfaßtheit, mit besonderem Augenmerk für das Kohärenzgebot seiner Leistungsfähigkeit in internationalen Krisensituationen und bei internationalen Konferenzen. Mehrere der nunmehr schriftlich vorliegenden Beiträge widmeten sich schließlich der mit dem Maastrichter Vertrag erfolgten thematischen Reichweite der GASP bis hin zu Fragen der Verteidigungspolitik und einer gemeinsamen Verteidigung. Die Folgen der EFTA-Erweiterung und die für 1996 geplante Reform der GASP standen im Mittelpunkt zweier weiterer Vorträge und Artikel.Das Institut für Europäische Politik setzt mit dieser Publikation seine langjährigen Arbeiten zur EPZ fort, die mit der GASP in einen neuen Schwerpunktbereich der Forschungen und Publikationen über die Europäische Union münden. Die Herausgeberin, Frau Dr. Elfriede