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Die SOS-Kinderdörfer
Die SOS-Kinderdörfer sind nach den Wirren des 2.Weltkrieges in Österreich entstanden.
Hermann Gmeiner, ein junger Medizinstudent aus Vorarlberg, hatte damals die einfache, aber geniale Idee, verwaiste, entwurzelte Kinder und Frauen, die gerne Kinder hätten, zusammenzubringen.
So konnte er den Kindern durch ihre Ersatzmutter die nötige Geborgenheit und Liebe geben, und den Frauen war es möglich, sich den Wunsch nach einer Familie zu erfüllen. Die Familie sollte in einem eigenen Haus leben und mit anderen Häusern ein Dorf bilden - das SOS-Kinderdorf. Schon 1949 wurde der Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in Imst/ Tirol gelegt.
In Deutschland konnte unlängst das 40-jährige SOS-Kinderdorf-Jubiläum gefeiert werden.
Hier entstand das erste SOS-Kinderdorf in Dießen am Ammersee. Der deutsche SOS-Kinderdorf e.V bietet in 14 SOS-Kinderdörfern vernachlässigten und heimatlosen Kindern ein neues Zuhause. Zu den Einrichtungen des SOS-Kinderdorf e.V gehören aber auch u.a. Jugendwohngemeinschaften, Beratungsstellen, Berufsausbildungszentren, Kindergärten und zwei Dorfgemeinschaften für geistig und seelisch Behinderte.
Über 10000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden zur Zeit in den deutschen SOS-Kinderdorfeinrichtungen betreut, beraten oder ausgebildet. Aber nicht nur in Österreich und Deutschland war die Idee Gmeiners, die ganz neue Wege für die Erziehung und Betreuung von verlassenen und sozial benachteiligten Kindern aufgezeigt hat, erfolgreich. Heute bestehen auf der ganzen Welt in 124 Ländern mehr als 1000 SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, wie Kinderdörfer, Schulen, Lehrwerkstätten, Sozialzentren, Krankenhäuser etc. Diese SOS-Kinderdorf-Einrichtungen -aus Spenden finanziert - sind besonders in Ländern, die durch Krieg und auch Hungersnöte zerrüttet sind, zu wahren Oasen der Befriedung und Versöhnung geworden. Die SOS-Kinderdörfer sind heute Friedensdörfer, die über alle Grenzen der Religion, Kultur und Sprache hinweg, Menschen zueinander führen.