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die gestalt des heiligen
Mitten durch die Machtkämpfe der Großen und durch die drückenden Sorgen der Namenlosen schreitet, spendend nach beiden Seiten, vielgeliebt und vielbefochten, bald unbeachtet und bald umrauscht vom Geschehen der Zeiten, eine kleine Schar von Menschen, die zur Rechtfertigung ihres Daseins nicht auf nützliche Werke und Erfindungen, nicht auf ein emsiges Wirken im Dienst der Lebensbedürfnisse hinweisen können, die vielmehr nur einen, nach Zahl und Menge nicht angebbaren und für keinen naheliegenden Zweck auszuwertenden Besitz haben: ein Herz voll Glaube und Liebe, das sie über die Bedingtheiten der Erde emporträgt und sie schon in dieser Welt mit Gott Zwiesprache halten läßt. Diese Ausgezeichneten (sich selber freilich gelten sie mehr als Gezeidinete), diese Heiligen, wie die Völker verschiedenster Herkunft sie genannt haben, um ihre innige Verbundenheit mit dem Heiligsten, mit Gott selber, auszudrücken, haben trotz ihres scheinbar „unnützen" Daseins in allen schöpferischen Kulturen bei den Großen wie bei den Namenlosen Ehrfurcht erweckt — Ehrfurcht, weil die Gottheit sie zum Gefäß ausgewählt hatte und weil gerade der ungebrochene Mensch sicher weiß, daß Völker letztlich von ihren Göttern her leben und durch diejenigen, die die Gottheit zu ihnen gesandt hat.
Die folgenden Bilder gelten also einer unableitbären Ausprägung des Menschen,'die sich in aller Eigenständigkeit vom Genius, vom Helden, vom Staatsmann abhebt, gelten nicht bestimmten überragenden Persönlichkeiten, sondern der Erscheinung des Heiligen schlechthin, wobei man den Begriff