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Die Griechischen Museen Delphi [antikvár]

Manolis Andronicos

 
GESCHICHTE DES ORTES UND DES ORAKELS: Delphische Mythen „Erstseherin" im delphischen Heiligtum war die Mutter der Götter, Gaia ( = Erde). Spáter nahm ihre Tochter Themis diese Stelle ein; dritte in der Reihe war eine andere Tochter der Gaia, die Titanentochter Phoibe, die Apollon den Beinamen Phoibos zum Geburtstagsgeschenk machte. Das alles erfahren wir aus dem Mund der Weissagerin Pythia, welche die Tragödie des Aischylos ,,Eumeniden" eröffnet. Wie Apollon dort seinen ersten Tempel errichten lieB und spáter den schrecklichen Drachen...
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GESCHICHTE DES ORTES UND DES ORAKELS: Delphische Mythen „Erstseherin" im delphischen Heiligtum war die Mutter der Götter, Gaia ( = Erde). Spáter nahm ihre Tochter Themis diese Stelle ein; dritte in der Reihe war eine andere Tochter der Gaia, die Titanentochter Phoibe, die Apollon den Beinamen Phoibos zum Geburtstagsgeschenk machte. Das alles erfahren wir aus dem Mund der Weissagerin Pythia, welche die Tragödie des Aischylos ,,Eumeniden" eröffnet. Wie Apollon dort seinen ersten Tempel errichten lieB und spáter den schrecklichen Drachen (die weibliche Schlange) bei einer Quelle tötete, erzáhlt uns der alte homerische Hymnus an Apollon. Spáter glaubten die Menschen, daB dieser Drachen - der berühmte Python, Wáchter der Orakelstátte der Gaia - mánnlich und schrecklich gewesen sei und daB der Kampf, den der aus dem Norden, aus dem Tempe-Tal gekommene junge Gott führte, um ihn zu vernichten, fürchterlich gewesen sei. Man glaubte auch, daB er, obwohl ein Gott, dennoch dem göttlichen Prinzip gehorchte, das er selbst eingeführt hatte, daB námlich der verbannt wird, der seine Hánde mit einem Mord befleckt hat; er verlieB alsó Delphi für acht Jahre und diente Admet, dem König von Pherai, um sich von der Befleckung des Mordblutes zu reinigen. Er kehrte entsühnt und rein zurück und war nun alleiniger Herr des delphischen Orakels. Derartiges erzáhlen die Altén über die Entstehung der berühmten Orakelstátte. Aber auch vom Ort selbst, der einzigartig ist und jeden packt, der ihn zum ersten Mai betritt, wuBte man eine andere Geschichte zu erzáhlen: Um den Mittelpunkt der Erde zu finden, sandte Zeus von beiden Erdrándern zwei Adler aus; die heiligen Vögel trafen sich in Delphi, und das bedeutete, der ,,Nabel" der Erde war dort. Daher stand im Apollonheiligtum seit uralter Zeit ein solcher Nabel, und Votivgaben in Form eines Nabels wurden dem delphischen Orakel von frommen Wallfahrern der ganzen Weit dargebracht. Denn diese apollonische Orakelstátte war berühmt und angesehen überall; nicht nur Griechen, sondern auch auslándische Monarchen lieBen hier von Orakel einholen und zeigten ihre Dankbarkeit, indem sie dem Gott Wertvolle Geschenke und Weihgaben sandten. Die Landschaft Derartiges erzáhlen uns die Mythen (an die die Altén glaubten) von Apollon, Delphi und seinem berühmten Orakel. Be vor wir aber über den Kult und das Heiligtum sprechen, müssen wir uns den Ort selbst ansehen, den man als Mittelpunkt der Erde ansah (Abb. 2). Der gewöhnliche Weg nach Delphi vom Festland aus ist der, der von Böotien nach Arachova hinaufsteigt und dann nach Westen bergab geht; es ist der gleiche, welchem der Gott selbst folgte (so berichtet der homerische Hymnus an Apollon), als er zum ersten Mai nach Delphi kam. Der andere kommt von der Seite des korinthi-

Termékadatok

Cím: Die Griechischen Museen Delphi [antikvár]
Szerző: Manolis Andronicos
Kiadó: Ekdotike Athenon S. A.
Kötés: Varrott papírkötés
Méret: 240 mm x 310 mm
Manolis Andronicos művei
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