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GELEITWORT VON C. G. JUNG
Daisetz Teitaro Suzukis Werke über den Zen-Buddhismus gehören 2um Besten, was die letzten Jahrzehnte zur Kenntnis des lebenden Buddhismus beigebracht haben, und das Zen selber ist wohl das Bedeutendste, das aus jenem Baum, dessen Wurzeln die Sammlungen des Pali-Canon sind, hervorging Man kann dem Autor nicht dankbar genug sein, erstens für die Tatsache, daß er das Zen dem westlichen Verständnis nahegebracht hat, und zweitens für die Art und Weise, wie er sich dieser Aufgabe entledigt, östliche religiöse Vorstellungen pflegen dermaßen von unsern westlichen verschieden zu sein, daß selbst schon die bloße Wortübersetzung oft auf die größten Schwierigkeiten stößt, ganz abgesehen vom Sinn des Begriffes, der unter Umständen sogar besser unübersetzt bleibt. Ich erinnere nur an das chinesische «Tao», dem noch keine europäische Übersetzung beigekommen ist. Schon die urbuddhistischen Schriften enthalten Anschauungen und Begriffe, die dem gewöhnlichen europäischen Verstände so gut wie unverdaulich sind. Ich weiß nicht, was für geistige (oder klimatische?) Voraussetzungen oder Vorbereitungen dazu gehören, bis man sich etwas lückenlos Klares unter dem urbuddhistischen «Kamma» vorstellen oder denken kann. Nach allem, was wir vom Wesen des Zen wissen, handelt es sich auch hier um eine
' Ursprung ist, wie östliche Autoren es selber angeben, die «Blumenpredigt» des Buddha, welche darin bestand, daß er einmal wortlos in der Versammlung der Schüler eine Blume emporhob. Nur Käsyapa verstand ihn. {Shüej Ohasama: Zen. Der lebendige Buddhismus in Japan. 1925. p. 3.)