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Die Grossen Fünf der Tierwelt [antikvár]

Ursula Dolder, Willi Dolder

 
EinleitungAfrikas Tierwelt sucht auf Erden ihresgleichen; keinanderer Kontinent kann in bezug auf Arten- wie aufIndividuenzahl mit ihm konkurrieren. Aus dem Heer derSäuger und Vögel, der Reptilien, Lurche und Insektenaber ragen fünf Gestalten heraus - einst der Inbegrifffür jagdbares Grosswild: Elefant, Nashorn, Büffel,Löwe und Leopard. Die White Hunters, die weissenBerufsjäger, nannten diese fünf Arten respektvoll BIGFIVE, die Grossen Fünf. Sie galten als gefährlichstes,aber auch begehrtestes Jagdwild.Mit dem Verschwinden der einst...
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EinleitungAfrikas Tierwelt sucht auf Erden ihresgleichen; keinanderer Kontinent kann in bezug auf Arten- wie aufIndividuenzahl mit ihm konkurrieren. Aus dem Heer derSäuger und Vögel, der Reptilien, Lurche und Insektenaber ragen fünf Gestalten heraus - einst der Inbegrifffür jagdbares Grosswild: Elefant, Nashorn, Büffel,Löwe und Leopard. Die White Hunters, die weissenBerufsjäger, nannten diese fünf Arten respektvoll BIGFIVE, die Grossen Fünf. Sie galten als gefährlichstes,aber auch begehrtestes Jagdwild.Mit dem Verschwinden der einst enorm grossen Huf-tierherden und mit dem parallel dazu gehenden Rück-gang der Grossen Fünf, mit dem Jagdverbot in vielenafrikanischen Ländern und dem Aufkommen einerstarken Natur- und Wildschutzbewegung ging dieeinst überragende Bedeutung der Jagd zurück. Siemachte dem Beobachten, Fotografieren und Filmenvon Gross- und Kleinwild Platz - der unblutigen Jagdmit Fernglas und Kameras.Leider liess sich aber das Schwinden der Tierpopula-tionen nur unmerklich bremsen. Afrikas Bevölkerungexplodierte förmlich, und der Landbedarf wuchs stän-dig. Je nach Land leben heute noch 80-90% der Bevöl-kerung von den Erträgen des Bodens. Und weil dieserüberwiegend karg, wasserarm und übergenutzt ist undvon kopfstarken Rinder-, Schaf- und Ziegenherdenzerstört wird, wächst der Landhunger der Eingebore-nen unaufhaltsam. Darunter leidet einerseits die ur-sprüngliche Vegetation, andererseits die einheimischeTierwelt. Die Zerstörung von Grasländern, Buschsa-vannen und Regenwäldern führt dazu, dass unzähligeTierarten immer stärker vom Aussterben bedroht undaus weiten Teilen ihrer einstigen Verbreitungsgebieteverschwunden sind. Besonders die Grossen Fünf,aber auch anderes Grosswild, die ein entsprechendweites und unzerstörtes Biotop benötigen, geratenständig stärker unter Druck. Ihr Vorkommen ist heutevielerorts auf Schutzgebiete und Nationalparks be-schränkt. Es gibt in ganz Afrika über 500 Reservate,aber die meisten von ihnen sind zu klein, um denbedrohten Spezies wirklich Schutz zu bieten. Die Ein-geborenen weiden verbotenerweise ihr Vieh in Parksund schleppen Haustierkrankheiten ein, die grosseOpfer unter den Wildtieren fordern. Sie beunruhigendas freilebende Wild und nehmen ihm seine Ernäh-rungsgrundlagen. Wildererbanden machen Jagd aufElfenbein, Nasenhörner, Felle und Fleisch, und sielassen sich weder von Parkgrenzen noch von unzurei-chend ausgerüsteten Wildhütern von ihrem Tun abhal-ten. Touristikunternehmen fahren mit ihren Autos kreuzund quer durch die Schutzgebiete und fügen der dün-nen Grasnarbe und der oft sehr empfindlichen Vegeta-tion irreparable Schäden zu. Viele Fahrer nähern sichmit ihren Autos den Tieren bis auf wenige Meter undstören sie damit beim Schlafen, Fressen, Jagen, kurz inihrem natürlichen Verhalten.Und schliesslich haben auch kriegerische Auseinan-dersetzungen zwischen Völkern und Stämmen die Be-stände mancher Tierart empfindlich dezimiert. In Zaire,ehemals Belgisch Kongo, in Uganda, Angola, Zim-babwe und Mocambique, um nur einige wenige Kri-senherde zu nennen, wurden mancherorts 90% undmehr der Grosswildbestände vernichtet, und esbraucht die Schutz- und Aufbauarbeit von Jahrzehnten,bis sich die zur Ader gelassenen Bestände - wennüberhaupt - wieder erholen.Zu den am stärksten betroffenen Tieren zählen ohneZweifel die Grossen Fünf. Sie alle mögen als Art nochnicht unmittelbar bedroht sein; zahlreiche geografi-sche Rassen aber stehen entweder kurz vor dem end-gültigen Verschwinden oder sind unwiederbringlichausgerottet und bestenfalls noch als verstaubte Stopf-präparate in Museen zu finden.Leider können Filme, Bücher und Reportagen keinenEindruck davon vermitteln, wie trostlos leer und stillviele Landschaften in Afrika geworden sind. Der Be-trachter von Filmen und der Leser von Büchern willTiere vorgeführt bekommen - je mehr desto lieber. Diewenigsten aber wissen, wie schwer es unter Umstän- *den ist, die Tiere einerseits zu finden und andererseitsin guter Qualität auf den Film zu bannen. Während esuns ohne grosse Mühe wenigstens in einigen Natio-nalparks Ost-, Süd und Südwestafrikas gelang, Büffel,Elefanten und Löwen vor die Kameras und Objektive zubekommen, suchten wir monatelang erfolglos nachNashörnern und vor allem Leoparden. Wir legten Tau-sende von Kilometern zurück, lauerten Stunden umStunden und Tage um Tage an zahllosen Beobach-

Termékadatok

Cím: Die Grossen Fünf der Tierwelt [antikvár]
Szerző: Ursula Dolder Willi Dolder
Kiadó: Avanti Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 190 mm x 240 mm
Ursula Dolder művei
Willi Dolder művei
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