Bővebb ismertető
Es ist unmöglich, die Geschichte der letzten zwanzig Jahre völlig leidenschaftslos zu schreiben. Die Unterlagen sind noch nicht alle gesammelt, manche können nur unter größten Schwierigkeiten zu Rate gezogen werden. Dem Verfasser des vorliegenden Werkes ist es in mühsamer Forschungsarbeit und nach zahlreichen Gesprächen mit Zeugen der umstrittensten Nachkriegsereignisse glücklicherweise gelungen, zu Dokumenten von großem Belang Zugang zu erhalten. Er hat es sich angelegen sein lassen, sie sorgfältig zu untersuchen und einer wissenschaftlich exakten historischen Kritik zu unterziehen. Er ist sich jedoch darüber im klaren, daß manche Zeugen ihm parteiische Berichte erstattet haben, ohne daß ihre Motivierung immer klar zutage tritt. Es ist ihm außerdem bekannt, daß noch wichtige Zeugenaussagen fehlen, so daß ihm häufig nichts anderes übrig blieb, als vorläufige Hypothesen und Vermutungen aufzustellen. In gewissen Fällen verfügte er nur über einen einzigen Zeugenbericht, der es ihm nicht erlaubte, der Wahrheit näherzukommen und die Irrtumsspanne in erträglichen Grenzen zu halten. Hätte er deshalb auf die Niederschrift dieses Werkes verzichten sollen, in dem die mühsam zusammengetragenen Dokumente und Chroniken aus den letzten zwei Jahrzehnten dem Leser zugänglich gemacht werden? Der Verfasser hat sich auf das Wagnis einer Veröffentlichung eingelassen, weil er mit Bundeskanzler Adenauer der Meinung ist, daß die Mission des modernen Geschichtsschreibers erst dann als «wirklich beendet angesehen werden kann, wenn er aus der Gegenwart die bestmöglichen Schlüsse für die Zukunft gezogen hat». Im Ge-