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VORWORT ZUR VIERZEHNTEN AUFLAGE
Hoffen soll der Mensch! Er frage nicht!
(Beethoven)
Den Grundgedanken, aus dem dieses Werk geboren wurde, bildete die Überzeugung von der überlegenen Bedeutung der aus dem Norden Europas stammenden Menschenart — des homo euro-paeus Linné's, des Slavokeltogermanen der Geschichte: einer Überlegenheit, welche Ansprüche rechtfertigt und Pflichten auferlegt. Kein aufmerksamer Leser wird urteilen, der Verfasser verherrliche in parteilicher Weise den deutschen Zweig dieser Familie; vielmehr wird er finden, dass das Germanische überall, wo es sich am Werke zeigt, bis in die entlegensten Gebiete von Europa, ja bis an die äussersten Enden der Weltkugel, aufgewiesen und freudig anerkannt wird. Freilich hat das geschichtliche Werden es mit sich gebracht, dass Deutschland — oder sagen wir lieber das Deutschtum, womit wir alle politische Beschränkung abweisen — der Sitz des eigentlichen germansichen Bewusstseins wurde: zum Teil mag das aus der geographischen Lage erfolgen, bestimmend wirkte jedoch die Tatsache, dass die üppigsten Blüten des Geistes zugleich mit der tiefsten Besonnenheit über die germanische Eigenart durch Männer aus dem deutschen Sprachgebiet in die Erscheinung traten: Luther und Bismarck, Friedrich der Grosse und Moltke, Goethe und Richard Wagner, Bach und Beethoven konnten einzig Deutsche sein. Man darf es aussprechen: damit erhielt das Deutschtum die Würde und die Verantwortlichkeit eines Hauptes des germanischen Rassegedankens, weil es in seiner Mitte Hirn und Herz dieser besonderen Menschenart birgt. Doch wurde diese Tatsache in dem vorliegenden Werke nirgends hervorgehoben; blieb doch des Verfassers Hoffnung für eine edlere Gestaltung der Menschendinge auf dieser Welt an ein Zusammenwirken der am meisten germanisches Blut führen-
H. S. CHAMBE8LAIN, OruBdlagea des XIX. Jahrhunderia. 2