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AUS DEM ALTÉN PITAVAL MARTIN GUERRE Martin Guerre stammte aus einer Familie in Bisoayen, die sich etwas über den Bauernstand erhob. Im Januar 1539, in einem Altér von elf Jahren, heiratete er Bertrande von Rols aus Artigues in dem Sprengel von Rieux, ein Mádchen von ungefáhr gleichem Altér, das mit den Reizen einer seltenen Schönheit den Vorzug eines gesitteten Verhaltens verband. Acht oder neun Jahre lang wurde die Ehe dieses beinahe noch im Kindesalter stehenden Paares nicht anerkannt. Alle Verwandten glaubten schon, wie es damals Mode war, es sei Zauberei im Spiel. Die Familie der Frau wünschte die Ehe wieder getrennt; aber die Frau, die ihren Mann sehr zártlich liebte, war durchaus nicht dazu zu bewegen. Da dieser Plan einer Scheidung scheiterte, wandte die Familie der Frau alle erdenklichen Mittel an, die Verzauberung ^ubeheben. Die jungen Eheleute mufiten geweihten Kuchen und Hostien essen, und man liefi von vier Priestern vier Messen für sie lesen. Die Natúr seíbst übernahm endlich die Enteauberung, da das reifere Altér eintrat. In ihrem swanzigsten Jahre machten die beiden Eheleute mit zwei Bekamiten, einem Geschwisterpaar, eine Reise. Unterwegs mufiten alle vier in einem Zimmer schlafen, wo nicht mehr als zwei Betten waren. Das eine nahmen die beiden Frauen ein; in dem andern schliefen die Manner. In der Nacht schlich sich