Bővebb ismertető
Nicht selten begegnet man einem Beduinenstamm in der Wüste. die halbinsel sinai GEOGRAPHIE Die Halbinsel Sinai wurde háufig beschrieben als "sechzigtausend Quadratmeter Nichts". Tatsáchlich gleicht die Sinai-Halbinsel auf den ersten Blick einer endlosen Mondlandschaft mit kahlen und öden Bergriesen, ausgetrockneten Wadis und steinigen Ebenen, in denen es seit Urzeiten weder menschliche Siedlungen noch Tiere gegeben hat. Abgesehen von vereinzelten Beduinenstámmen, die ihre grófién schwarzen Stoffzelte lángst gegen phantasielose Wellblechhütten ausgetauscht habén, gehört die Wüste heute wie vor dreitausend Jahren dem Fuchs und dem Wolf, der Gazelle und der Wildziege. Der Name Sinai geht möglicherweise auf die von den Wüstenbewohnern verehrte Mondgöttin Sin zurück oder auf das semitische Wort "sen", das "Zahn" bedeutet. Vor rund zwanzig Millionen Jahren bildeten Ágypten, Sinai und die arabische Halbinsel ein zusammenhángendes Land. Dann führten riesige Erdumwálzungen zur Trennung der Landesteile, und die südliche Halbinsel Sinai wurde durch zwei grofie Golfé getrennt: den Golf von Suez im Westen, dessen tiefste Stelle kaum 95 Meter betrágt, und den Golf von Akaba im Osten, der indessen 1.800 Meter Tiefe erreicht. Dieser Golf gehört zu dem grófién Grabensystem - sog. Rift - das sich von der Taurus-Kette bis nach Kenia erstreckt. Die grófién seismischen Bewegungen der Vergangenheit und die Eruptionserscheinungen habén das Landschaftsbild des Sinai geprágt. Die Gebirge erreichen hier Höhen von 750 bis 2500 Metern; die bedeutendsten sind der Djebel Musa mit 2285 Metern und der Djebel Katherin, mit 2642 Metern der höchste Berg der ganzen Halbinsel. Der gesamte südliche Sinai gleicht einer wilden Bergkulisse, in der die mannigfach gefárbten Gesteinsschichten von der tausendjáhrigen Geschichte dieses Landes voll herber Schönheit erzáhlen. Der Sinai ist reich an Mineralien: von Kalkstein in ver-