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ERSTE SZENEEin schöner Frühlingsmorgen des Jahres 1429 an derMeuse zwischen Lothringen und der Champagne im Schlosse von Vaucouleurs. Hauptmann Robert von Baudricourt, ein militärischer, schöner, energischer Junker, aber ohne eigenen Willen, verbirgt diesen Mangel dadurch, daß er seinen Verwalter, einen getretenen Wurm, der karg beleibt und spärlich behaart ist und ebensogut achtzehn wie fünfundzwanzig Jahre alt sein könnte, da er zu jener Art von Menschen gehört, deren Jugend nicht welken kann, weil sie nie geblüht hat, in entsetzlicher Weise brutalisiert. Die beiden befinden sidi in einem sonnigen Steinemen Zimmer im ersten Stock des Schlosses.Der Hauptmann, der an einem einfachen starken Eichentisch in, einem dazu passenden Stuhle sitzt, zeigt sein linkes Profil. Der Verwalter steht auf der anderen Seite des Tisches ihm gegenüber, wenn eine so flehentliche Stellung wie die seinige stehen" genannt werden kann. Das mit Pfosten versehene Fenster aus dem 13. Jahrhundert hinter ihm ist offen, und in dessen Nähe in der Ecke erhebt sich ein Türmchen mit einem sdimalbogigen Torweg, der zu einer Wendeltreppe führt, die in den Hofraum mündet. Unter dem Tisch befindet sidi ein starker vierfüßiger Schemel und unter dem Fenster eine hölzerne Kiste.Robert. Keine Eier? Keine Eier?! Donnerwetter, Mensch, was soll das heißen? Keine Eier?!Verwalter. Herr, es ist nicht meine Schuld, es ist das Werk Gottes.Robert. Blasphemie! Du sagst mir, daß keine Eier da seien, und du machst deinen Schöpfer dafür verantwortlich!Verwalter. Was kann ich tun? Ich kann keine Eier legen!Robert (sarkastisdh). Ah! Du machst dich darüber lustig.Verwalter. Nein, gnädiger Herr, weiß Gott nidit. Wir müssen alle auf die Eier verzichten, ebenso wie Euer Gnaden,- die Hennen wollen nicht legen.