Bővebb ismertető
Der Schriftsteller Peytel war zum Tode verurteilt wor-
den, weil er seine Gattin umgebracht haben sollte.
Honoré de Balzac und Gavarni, der geniale Zeichner und
mathematische Grübler, empfingen von dem Verurteilten
einen Brief, daß er unschuldig leide und in den Tod werde
gehen müssen. Die beiden Künstler gerieten in mächtige
Erregung über diesen strittigen Rechtshandel und be-
schlossen, den Kameraden aufzusuchen. Sie mieteten eine
Kutsche, um landeinwärts zu fahren. Der Kutscher war
ein saumseliger Mann. Balzac wollte ihn anfeuern. Er
rief dem Manne auf dem Bock mit Inbrunst zu: ,,Fahre
schnell ! Wir haben keine Zeit. Dieser Herr, der an
meiner Seite sitzt, verdient an jedem Tag fünfzig Franken,
und ich, ich verdiene jeden Tag sogar hundert Franken.
Denk' doch, was wir bei jeder Verzögerung verlieren !"
Und er erhöhte die versprochene Entlohnung bei jedem
Aufenthalt, den der verblüffte Wagenführer sich und
seinen abgejagten Gäulen gönnte.
Das war Balzac.
Was war er noch? Ein kleiner, dicker Mann, mit sehr
schönen, schwarzen Augen und einer aufgestülpten Nase.
Er war sehr geschwätzig und einem Ladenschwengel nicht
unähnlich. Von hinten ähnelte er einer geraden Linie, aus
der nur die Waden etwas herausquollen. Von vorn glich
er der Hälfte eines Pik-As. Er war ewig dreckig und
riß die Augen weit auf, wenn man mit ihm sprach. Er
war unbefangen wie ein Junge und setzte die Leute durch
Kenntnisse in Erstaunen, die er gar nicht besaß. Er trug
stets lächerliche weiße Westen und einen Maurerhut mit
blauem Baumwollfutter. Gavarni fragte ihn einmal: „Bal-
zac, warum haben Sie keinen Freund?" Balzac: „Einen
Freund?" ,,Ja, einen dieser stumpfsinnigen, anhänglichen
Spießbürger, der Ihnen die Hände wäscht, Ihnen die