Bővebb ismertető
Vorwort
Seit dem Erscheinen der Monographie von Bailey und Cushing 1930 hat sich auch im deutschen Sprachraum die neue Klassifikation der Hirngeschwülste langsam durchgesetzt. Als das vorliegende Buch 1951 erschien, sollte es mithelfen, den Weg zur Klassifikation der Hirngeschwülste zu zeigen und dies Gebiet seines mystischen Dunkels zu entheben. Durch eine genaue makroskopische und mikro-skopische Darstellung und inbesondere auch durch prázise Differentialdiagnose sollte das Klassifizieren zu einer—bei einiger Miihewaltung jedem zugánglichen — Wissenschaft werden. Die erste Auflage hat, so hoffe ich, auf diesem Weg bereits einige Erfolge erzielt. Über die Klassifikation hinaus aber sollten die biologischen Daten über die Hirngeschwülste zusammengestellt werden, die sich bei dieser Arbeit ergeben habén. Angaben über Yorzugssitz und Erkrankungsalter, Geschlechtsprádi-lektion, Háufigkeit, Gestalt, Wachstum und Ausbreitung, aber auch über die Reak-tion des Hirns mitsamt den Formveránderungen und Massenverschiebungen sollten samt einigen sich daraus ergebenden Beziehungen zum Krankheitsablauf den Neu-rologen, Röntgenologen und Chirurgen helfen, die práoperative Artdiagnose zu stellen. SchlieBlich wurden einige Gedanken über die Entstehung der Hirngeschwülste wiedergegeben.
Die besondere Berücksichtigung klinischer Gesichtspunkte ergab sich aus der Mitarbeit in den klinischen Arbeitsstatten von Herrn Prof. Tönnis in Wiirzburg, Berlin, Bochum-Langendreer und Köln. Ihm schulde ich besonderen Dank für das groBziigige Entgegenkommen, mit dem er diese Arbeit gefördert hat.
Den eigenen statistischen Angaben liegt jetzt die Záhlung einer Sammlung von 4000 íallen zugrunde, die ich sámtlich selbst klassifiziert habe. Der Nachdruck liegt im Text weiter auf den eigenen Erfahrungen. Es wurden daher möglichst wenig Namen zitiert, auch wenn die Ergebnisse anderer Forscher verwertet wurden. Der Hinweis auf die wichtigsten Arbeiten zu jedem Thema und das ausfiihrliche Verzeichnis werden dennoch die Einarbeitung in das Schrifttum erleichtern.
Immer háufiger habén Neurochirurgen und Allgemeinpathologen uns durch die Übersendung seltener oder ungeklarter Tumorén geholfen, neue Erfahrungen zu sammeln. Viele Erkenntnisse waren erst durch diese ungewöhnliche Konzentration von Material möglich. Ich hoffe immer noch, es möge glíicken, eine Zentralstelle zu schaffen, an der diese seltenen Fálle in Zukunft systematisch gesammelt werden, um die noch bestehenden Liicken in unseren Erkenntnissen schlieBen zu können.