Bővebb ismertető
Im Schwabenlande, auf der Alb, bei dem Stádtlein Blaubeuren, dicht hinter dem altén Mönchskloster, sieht man náchst einer jáhen Felsenwand den groBen rundén Késsél einer wundersamen Quelle, der Blautopf2 genannt. Gen Morgen sendet er ein FlüBchen aus, die Blau, welche der Donau zufállt. Dieser Teich ist einwárts wie ein tiefer Trichter, sein Wasser von Farbe ganz blau, sehr herrlich, mit Worten nicht wohl zu beschreiben; wenn man es aber schöpft, sieht es ganz hell in dem GefáB. Zuunterst auf dem Grund saB ehmals eine Wasserfrau mit langen flieBenden Haaren. Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen, natürlichen Weibs, dies eine ausgenommen, daB sie zwischen den Fingern und Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiB und zárter als ein Blatt vom Mohn. Im Stádtlein ist noch heutzutag ein altér Bau, vormals ein Frauenkloster, hernach zu einer groBen Wirtschaft eingerichtet, und hieB darum der Nonnenhof. Dort hing vor sechzig Jahren noch ein Bildnis von dem Wasserweib, trotz Rauch und Altér noch