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Hundert Jahre, das ist eine Zeit wie aus dem Märchen.
Fünfhundert Jahre, das scheint selbst für Märchen zu groß; das ist ein halbes Jahrtausend.
So lange währte die Türkenherrschaft in Bulgarien.
Das war eine dunkle Zeit. Wenn auch an jedem Tag die Sonne durch den Himmel zog, sie leuchtete nicht in die Herzen der Unterdrückten, wärmte sie nicht. Und es lebte keiner unter ihnen, der erfahren hatte, wie Frieden ist, wie Freiheit.
Menschen aber müssen Freiheit haben. Deshalb zogen bulgarische Männer als Heiducken, als Rächer, in die Wälder, in die wilden Berge, kämpften. Fünfhundert Jahre.
Befreiung aber könnte nur das Werk aller Bulgaren sein, sagte und schrieb Wassil Lewski, der Volksheld, der Unsterbliche, der Vorbereiter der Revolution.
Von ihm redeten alle, ihm halfen alle, ihm wollten alle folgen, die Bulgarien liebten.
Wie er wollten die Jungen werden.
Einer von ihnen hieß Petko. Er war am dreißigsten Mai 1876, als sich die folgende Geschichte zutrug, zwölf Jahre alt.