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GLÜCK UND ENDE DER IL INTERNATIONALE
Die Sozialistische Arbeiter-Internationale — genannt II. Internationale — ist in eine neue Etappe ihrer Zersetzung eingetreten. Ihre größte, einst mächtigste nationale Sektion, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, gehört der II. Internationale tatsächlich schon nicht mehr an. In dem offiziellen Organ der österreichischen Sozialdemokratie, in der Wiener „Arbeiterzeitung" (7. Februar 1933), hat der angesehene Führer der französischen Sozialdemokratie, Leon Blum, festgestellt, daß „die Beziehungen zwischen der deutschen Partei und der Internationale faktisch aufgehört haben".
jDer Führer der Austromarxisten, Otto Bauer, fand keine Worte für dieses im Leben der II. Internationale hochwichtige Ereignis. Die Feststellung der Spaltung wurde in dem führenden Organ der II. Internationale durch einen Franzosen gemacht. Ein deutsdier Sozialdemokrat, sei es auch nur einer aus Österreich, der der deutschen Sozialdemokratie die „Verantwortung" für die Zersetzung der II. Internationale aufzuerlegen gewagt hätte, hat sich nicht gefunden. Der Franzose dagegen sollte durch seine Feststellung lediglich den Schein aufrechterhalten, daß in der II. Internationale ein Internationalismus existiert. Die Tatsache freilich, daß die Zei^setzung der II. Internationale eingesetzt hat, konnte ebensowenig länger verheimlicht werden wie die organisatorische Auflösung der schiffbrüchigen Sozialdemokratie in Deutschland.
Eine weniger große Sektion der II. Internationale, die aber auf der internationalen Arena sehr rührig war: die Unabhängige Arbeiter-Partei Großbritanniens (ILP) hat auf ihrem letzten Parteitag ihren Austritt aus der II. Internationale auch offiziell erklärt.
Die finnisdie Sozialdemokratie droht ebenfalls mit ihrem offiziellen Austritt aus der II. Internationale.
In der Sozialdemokratischen Partei der Tschechoslowakei erklärten einflußreiche Organisationen, daß sie mit den Beschlüssen der Exekutive der II. Internationale nicht einverstanden sind. Das Pilsener Organ der tsdiechoslowakischen Sozialdemokratischen Partei „Nova Doba" hat der Züricher Internationale bereits