Bővebb ismertető
E"^inen ganzen Sommermonat lebte ich auf dem Eiland Capri und genoß die Fülle zaubervoller Einsamkeit des Meeres. Nun möchte ich auch diese märchenhaften Erscheinungen festhalten; aber ihre Schönheit, ihre Stille und Heimlichkeit ist mit Worten kaum zu sagen.Jean Paul hat Capri mit einer Sphinx vergHchen; mir kam die schöne Insel, wenn ich sie vom Festland betrachtete, wie ein antiker Sarkophag vor, dessen Seiten schlangenhaarige Eumeniden schmücken; darinnen aber hegt Tiberius. Und so reizte mich dies klassisch geformte Eiland immerdar durch seine Gestalt, durch seine Einsamkeit und die düsteren Erinnerungen an jenen Kaiser Roms.An einem Sonntag, es war die heiterste Frühe, stiegen wir in Sorrento in die Barke und heßen uns nach Capri hinüberrudern. Das Meer war so still wie der Himmel, und alles in weiter Ferne in träumerischem Duft verloren; aber Capri stand vor uns groß und ernst, klippenstarr und felszackengepanzert, in der melancholischen Wildheit seiner Berge und in der Schroffheit der steilen Kalkwände von roter Farbe, fürchterlich und lieblich zu gleicher Zeit. Auf den Höhen braune Kastelle, nun zerfallen; verlassene Strand-