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Ein edles Kunstwerk verliert nichts durch den Künstlernamen, der ihm beigelegt wurde, wenn eingestanden werden mujl, dajl man sich geirrt hat, denn das Werk macht den Künstler zu einem namhaften Meister, eine Benennwig aber das Bild nicht bewunderungswürdig." ]oh. Gottlob v. Quandt, 1856 Die Italiener der Frührenaissance (die Quattrocentisten) sind in der Gemáldegalerie nur in wenigen Beispielen vorhanden. Die Sammler und Unterhándler des 18. Jahrhunderts sahen die Werke des 15. Jahrhunderts noch nicht - nur die drei Tafeln des Cima aus Conegliano, die Verkündigung Francesco Cossas mit ihrer Predella, die grofie und die kleine Tafel von Raibolini-Francia, die beiden kleinen Breitbilder des Ercole de' Roberti und das jugendliche Bildnis Pinturicchios gehören schon zu den Erwerbungen des 18. Jahrhunderts. Die Verkündigung von Cossa galt mit gefálschter Signatur lange als Werk Mantegnas, in dem Gemálde Pinturicchios glaubte man das Bildnis des jungen Raffael zu erkennen. Die Anbetung der Könige von Francia war bis 1826 mit dem Namen Peruginos verbunden. Der heilige Sebastian des Antonello aus Messina gelangte erst 1873 in die Galerie, der des Cosimo Tura 1896, und die Lesende Maria des Lorenzo Costa im Jahre 1922. Die Maria Botticellis wurde 1874 in England erworben, die Werke des Lorenzo di Credi 1860 und 1874, der Mantegna 1876, und das Zenobius-Wunder Botticellis kam 1868 aus der Sammlung des Herrn von Quandt. Die übrigen aus Privatbesitz erworbenen oder geschenkten Bilder habén meist nur geringere Bedeutung und würden kaum für galeriewürdig befunden werden, wenn sie hier nicht als Beispiele gelten müfiten.* * Was aus den Romantiker-Privatsammlungen in die Galerie kam und besonders aus demBesitz des Kupferstechers Moritz Steinla, war ausLiebe zur neuentdeckten mitfelalterlichen" Vergangenheit erworben worden und hatte deshalb oft nur Gefühlswert.