Bővebb ismertető
Einleitung
Als Annette von Droste-Hülshoff 1838 ihr erstes Buch publizierte, traf es auf Spott oder Gleichgültigkek; nur vierundsiebzig Exemplare wurden verkauft. Mit meinem Buche, schrieb sie in einem Brief an ihre Schwester, ging es mir zuerst ganz schlecht. Ich war in Bökendorf mit Sophie und Fritz allein, ab es herauskam, hörte nichts darüber, und wollte absichtlich mich auch nicht erkundigen. Da kömmt mit einem Male ein ganzer Brast Exemplare von der Fürstenberg Ferdinand Galen gibt die erste Stimme, erklärt alles für reinen Plunder, für unverständlich, konfus und begreift nicht, wie eine scheinbar vernünftige Person solches Zeug habe schreiben können. Nun tun alle die Mäuler auf und begreifen alle miteinander nicht, wie ich mich habe so blamieren können
Die Borniertheit war nicht nur auf ihre adelige Umgebung beschränkt; nur wenige, Freiligrath zum Beispiel oder Jakob Grimm, erkannten die Größe dieser Dichterin, die heute als die bedeutendste des 19. Jahrhunderts gilt.
Wie keiner ihrer männlichen Schriftstellerkollegen war sie jedoch in ihrem Leben - in dem Brief klingt es an - den Konventionen der Familie, des Standes und der Gesellschaft ausgeliefert. Niemals hat sie sich dagegen aufgelehnt, hat gegen die oft als quälend empfundenen Grenzen, die ihr als Frau gesetzt waren, rebelliert.
Sie hat die Einschränkungen - typisch für ein Frauenschicksal des 19. Jahrhunderts - und die daraus sich ergebenden Spannungen nicht nur ihres eigenen Lebens, auch der Zeit, ausgehalten und getragen. Daraus er-
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