Bővebb ismertető
VORWORT DBS VERFASSERSDie Kaiserin Galla Placidia (392450), eine der großartigsten Frauengestalten der abendländischen Geschichte, kann nur von einem >Iyetzten< her gedeutet werden: von dem Wunder ihres Grabmales, das sie sich zwischen 445 und 450 errichten ließ. Die niemals mit irdischen Worten zu schildernde Schönheit dieses Heiligtumes von Ravenna hat den Dichter des vorliegenden Werkes veranlaßt, dem Leben der letzten großen Römerin und gleichzeitig ersten Vorausahnerin nachzugehen, welche sich liebend in gotisches also deutsches Wesen einzufühlen vermochte und um die Nähe einer Zeitenwende wußte, deren Zeichen nur von ganz wenigen, aufgelichteten Geistern schon verstanden wurden. Viele Jahre abwägender und vergleichender Kleinarbeit waren nötig, um das Bildnis zusammenzufügen, das sich aus dem Ungewissen Dämmer unübersehbarer Wahrscheinlichkeitsrechnungen schließlich in zwingender Klarheit aufhob. Immer hat sich die schöpferische Phantasie an diejenigen Möglichkeiten gehalten, welche den geschichtlichen Gegebenheiten innewohnten: niemals hat sie Motive erfunden, welche in dem Rahmen dieser Gegebenheiten nicht denkbar wären. Man muß den Geschichtsschreibern aller Zeiten, welche irgendeinen Beitrag zur Erhellung des fünften christlichen Jahrhunderts geliefert haben, dankbar sein: kann sich aber andrerseits je sorgfältiger man ihre Aufzeichnungen oder Darstellungen liest nicht der Erkenntnis entziehen, daß die geistig-seelische (psychologische) Erschließung geschichtlicher Erscheinungen eine Sache