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Die katholische Lehre von Messe und Abendmahl [antikvár]

Prof. Dr. Leonhard Fendt

 
Einleitung Der katholische Sprachgebrauch unterscheidet nicht so sehr Messe und Abendmahl als vielmehr MeBopfer und Altarsakrament, und diese katholische Unterscheidung will nicht zwei' Mysterien setzen, sondern nur zwei Seiten ein und desselben Mysteriums hervorheben. („Mediator Dei", Herder no. 129.) Dem entsprechend hat z. B. das Tridentinische Konzil (1545-1563) in seiner 13. Sitzung vom Sakrament der Eucharistie gehandelt (cap. 1 ff.), dazu in der 21. Sitzung von der Kommunion unter beiden Gestalten, aber dann in der 22. Sitzung vom...
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Einleitung Der katholische Sprachgebrauch unterscheidet nicht so sehr Messe und Abendmahl als vielmehr MeBopfer und Altarsakrament, und diese katholische Unterscheidung will nicht zwei' Mysterien setzen, sondern nur zwei Seiten ein und desselben Mysteriums hervorheben. („Mediator Dei", Herder no. 129.) Dem entsprechend hat z. B. das Tridentinische Konzil (1545-1563) in seiner 13. Sitzung vom Sakrament der Eucharistie gehandelt (cap. 1 ff.), dazu in der 21. Sitzung von der Kommunion unter beiden Gestalten, aber dann in der 22. Sitzung vom MeBopfer. Abendmahl bezeichnet im katholischen Sprachgebrauch zuvörderst das letzte Mahl Jesu; und die Ausführung des von Jesus beim „letzten Abendmahle" gegebenen Auftrags (I. Cor. 11, 24 f.) ist eben die Messe. Gewifi kam der Ausdruck „Messe" erst spáter auf (vgl. J. A. Jungmann, Gewordene Liturgie S. 34-52) und es könnte für die frühe Zeit auch der Katholik besser von „Christenabendmahlen" sprechen; aber da man dort überzeugt ist, daB die Christenabendmahle nach Jesu Verherrlichung in ihrem Wesen eben Messen im heutigen Sinne waren, sagt man dort auch für sie „Messen". Die Messe, und sie alléin, ist nach katholischer Ansicht die vollgültige Ausführung des Auftrags Jesu bei seinem letzten Mahle. Die ganze katholische Lehre von der Messe und dem Abendmahl steht unter diesem einfachen und vereinfachenden Skopus. Auch der evangelische Historiker gibt zu, daB die Messe eine Form jener frühen Christenabendmahle ist, und zwar eine Sammelform, in welcher die Hauptstufen der historischen Entwicklung der Christenabendmahle bewahrt sind. Doch gibt dem evangelischen Historiker die Frage nach dem Zusammenhang der Christenabendmahle, so auch der Messe, mit dem letzten Mahle Jesu und wiederum mit dem Kreuztode Jesu eine neue Reihe schwieriger Probleme auf. Das hindert ihn indessen nicht, die Messe als eine Sammelform der Erscheinungen des Christenabendmahls zu studieren; und er kann hier auf weite Strecken hin die Resultate der katholischen Liturgiehistoriker zu Hilfe nehmen. Nennen wir einmal die Hauptstufen jener Entwicklung zur Sammelform Messe „liturgiegeschichtliche Stufen", so können wir unter diesem Oberbegriff wieder zwei Arten unterscheiden: a.) „kirchengeschichtliche Stufen", b.) „dogmengeschichtliche Stufen". Die kirchengeschichtlichen Stufen treffen etwa zusammen mit den von Theodor Klauser (Abendlándische Liturgiegeschichte) aufgestellten „Epochen"; von ihnen sind wohl die bedeutendsten: der liturgieándernde Vorgang beim Wechsel von der griechischen Liturgiesprache Roms zur lateinischen - und die Entstehung des fránkisch-römischen Ritus und seine Rezeption in Rom (die heute wieder rückgángig gemacht werden soll? - vgl. Liturgisches Jahrbuch I [1951] S. 165 ff.). Auch Anton Baumjstark hat (z. B. „Vom geschichtlichen Werden der Liturgie") in dieser Richtung gearbeitet. Die dogmengeschichtlichen Stufen aber sind für die „Lehre" noch wichtiger; J. A. Jungmann (Missarum Sollemnia) und J. P a s c h e r („Eucharistia" und „Form und Formenwandel") habén hier Bedeutendes geleistet.

Termékadatok

Cím: Die katholische Lehre von Messe und Abendmahl [antikvár]
Szerző: Prof. Dr. Leonhard Fendt
Kiadó: Heliand-Verlag
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 160 mm x 230 mm
Prof. Dr. Leonhard Fendt művei
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