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I. Die Entzifferung der Keilschrift p
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§ 1. Die erste Nachricht von einer neuen, bisher unbe- i kannten Schriftart, die sich auf den Ruinen von Persepolis . fand, gelangte im Jahre 1^621 nach Europa durch den ^ italienischen Keisenden Pietro della Valle, der in seiner. ^ Reisebeschreibung auch schon emige'^Pro'bén dieser Schrift gab und dabei die Vermutung aussprach, daß sie von links nach rechts zu lesen sei. Die unbedeutenden, hier bekanntgegebenen Reste vermochten indes kein großes Interesse zu erregen, bis im Jahre 1674 Chardin eine vollkommener erhaltene Inschrift publizierte. Jet^f "erkannte man, daß die Schrift nur aus Keilen und "Winkelhaken bestand, weshalb sie in der Folge Keilschrift genannt wurde. Wegen ihres Fundortes Persepofis kanTman auch schon damals auf die Vermutung, daß sie von den persischen Achämenidenkö-nigen herrühre. Indes war das Material noch zu gering und zu unzuverlässig, als daß man sich an eine Entzifferung hätte wagen können.
§ 2. Das wurde erst anders, als der berühmte Reisende Carsten Niebuhr, der im Jahre J.765 PersepoHs besucht hatte, im Jahre 1788 Abschriften der Textein verbesserter Gestalt neben einer Reihe neuer Inschriften herausgab. Er erkannte zudem, daß in den Inschriften drei ganz verschie-dene Alpha^te, wie er es nannte, vorlagen, deren einfachstes nach seineTZâiiiîing 42 Zeichen hatte. Die Inschriften waren immer so angeordneC^aß die einfachste Gattung an der ersten Stelle stand, dann eine etwas kompliziertere folgte, und endlich eine besonders zeichenreiche den Beschluß machte. Er schloß hieraus richtig, daß hier mehrere Schriftarten vorlagen, die denselben Text in verschiedenen Formen wiedergaben.