Bővebb ismertető
Der christliche Glaube erscheint vielen wie eine schwer überschaubare Landschaft. Wesentliches und Unwesentliches, Konservatives und Progressives steht nebeneinander. MuB, ja kann man sich hinter alles stellen, was von der gegenwartigen Kirche (ganz zu schweigen von manchen Theologen!) zu glauben vorgelegt wird? Immer gröBer und bedrángender werden die Probleme der partiellen bzw. der totálén Identifikation. Ist es nicht ein Merkmal gegenwártig angefochtenen Glaubens, daB authentische und redliche Realisierung fast nur in Gestalt einer partiellen Identifikation möglich ist, die sich jedoch nicht abschlieBt, sondern nach vorne offen bleibt? Was ist angesichts der vielen Glaubenswahrheiten wirklich wesentlich? Was gehört zu unwesentlichen Aussagen? Welche epochaltypische Profilierung hat unser heutiger Glaube verglichen mit dem Glauben anderer Epochen? Der innere" Katechismus, der in den táglichen Konflikt- und Entscheidungssituationen Orientierung und Motivation bietet, ist sicherlich bei sehr vielen Christen kürzer als der áuBere" Katechismus, der verfügbares Wissen aufweist. In der gegenwartigen Phase der Glaubensunsicherheit und Glaubensnot ist es nötiger denn je, zu jener einfachen und einprágsamen Ursprünglichkeit zurückzukehren, die Kennzeichen der Ausgangsposition des christlichen Glaubens ist. Damit wird keineswegs der dynamisch-geschichtliche EntfaltungsprozeB geleugnet oder miBachtet, den der christliche Glaube im Laufe von fast zwei Jahrtausenden durchlaufen und durchlitten hat. Es wird vielmehr die Denk- und Lebensposition ernstgenommen, in der sich viele moderné Menschen befinden. Inmitten der optischen und akustischen Dauerberieseiung durch die Massenmedien hat nur der kurze und wiederholt vorgetragene Satz Aussicht, behalten und zur bewuBten oder unbewuBten Initiative von Verhaltensánderungen und Entscheidungen zu werden.