Bővebb ismertető
Als du mir gestern die ganze Reihe deiner Schwierig-keiten und Demütigungen erzahltest, fragtest du mich, welche Antwort ich auf all das geben würde. Und ích gab dir gar keine Antwort. Du warst ja so müde! Und es hatte dir schon so gut getan, sprechen zu können.
Aber beim Weggehen versprach ich dir für die nach-sten Tage ein paar Worte. Worte, von denen ich nicht wufíte, ob sie Antwort, Anruf oder Dank sein würden.
Wahrend ich dir heute abend schreibe, finde ich keine Antwort, keinen Trost, keinen Rat, nur eine Unmenge von Gedanken, die sich nur sehr schwer entwirren lassen. Möge deine Freundschaft sie beim Lesen klar und wohltuend finden.
Beim Gedanken an die Zukunft sagtest du einmal, du nahmest alles von vornherein an, alles, was dir wider-fáhrt, als von Gott kommend.
Wehe dem, der vor seinem Gott so tollkühn war! Wehe ihm, der nicht Geschick und Berechnung genug hat, um sich einen Ausweg, einen Notausgang zu sichern! Welche Katastrophen werden ihn befallén!
Und das ist es, was dir geschehen ist. Diese bewufit angenommene Zukunft, sie hátte nicht árger sein können. Und das Leben wird von dir fordern, dafi du dir eine Miene zurechtlegst, schon von heute an an den Spielen und Lügen der anderen teilnimmst. Selbst Ein-samkeit und Schweigen werden dir verwehrt sein. Ist nicht die Gesellschaft der Menschen, die deine Bedrang-nis und deinen Schmerz nicht erleichtern, ja nicht einmal erahnen können, das unertraglichste aller Gefáng-nisse?
Ich kann von mir aus nichts für dich tun, als vor Gott alles wiederholen, was du mir gesagt hast, und Ihn bitten, Er möge alles, was dir geschehen ist, mit Gerech-tigkeit betrachten, wenn Er nicht will, dafi du dich heute von Ihm entfernst, weil du in die Kelter gezwun-gen wurdest.