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VORWOET
„Die Vorstellung von der Kirche als dem Leibe Christi", sagt mit Recht A. Wikenhauser, ,,ist eines der schwierigsten Kapitel der paulinischen Theologie." Das beweist vor allem die von starken Gegensätzen beherrschte Diskussion über die Leib-Christi-Lehre, und zwar gerade auf katholischer Seite. War Wikenhauser seinerzeit durch den protestantischen Theologen Traugott Schmidt (Der Leib Christi. Eine Unterr suchung zum urchristlichen Gemeindegedanken, Leipzig 1919) zu einer rein biblisch-theologischen Darstellung der Lehre vom mystischen Leibe Christi bei Paulus angeregt worden, so ist die vorliegende Untersuchung durch die Problematik veranlaßt, die im Lager der katholischen Theologen in jüngst vergangener Zeit aufgebrochen ist, und geht von derselben Überzeugung aus, von der auch Wikenhauser wohl bewegt ist, daß nämlich das Problem auf dem Boden der paulinischen Theologie, der wir die Lehre vom mystischen Leibe Christi verdanken, seine Lösung finden muß.
Die Lösung ist für das religiös-kirchliche Leben von größter Bedeutung. Denn es ist wahrlich nicht gleichgültig, ob Paulus hier nur einen Vergleich gebraucht, durch den er seine sittlichen Mahnungen unterstreichen oder verständlich machen will oder ob er von einer Realität spricht, die ein ganz tiefes und weit umfassendes Verständnis der Kirche, des christlichen Lebens und der sich aus ihm ergebenden sittlich-religiösen Verpflichtungen vermittelt. Auch für die Theologie selbst ist