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„Ach, Gela!" rief er, „darf ich Euch's gestehn?
Wie seid Ihr schön! O, schauet mein Entzücken!
Ich hab' Euch tief in Euer Aug' gesehn.
Mein voller Himmel ruht in Euern Blicken:
Ich fühle wohl, von diesen stillen Wunden
Kann, Jungfrau, nur durch Euch mein Herz gesunden."
„Was ist Euch?" rief das Mädchen glutenrot: „Ich kenn' Euch nicht; o laßt mich aus dem Garten! Wenn uns der Vater schaute, welche Not! Laßt ab! Ich muß der frühen Gäste warten -Ihr seid so gut von Blick und von Geberdeu, Ihr seid kein Schelm! Ihr sollt es auch nicht werden!"
„Ich kenne, süße Gela, Ritterpflicht
Und will das Herz dir nicht mit Trug umwinden.
Ich liebe dich, du meiner Seele Licht!
Und du - und du - kannst du kein Wörtchen finden?
O Gela, bei des Himmels Morgengolde,
O, laß mich selig sein, du Einzigholde!"
Schon wollt' er wonnig an die Brust sie ziehn, Da wand sie weinend sich aus seinen Armen, Um nach der Gartenpforte schnell zu fliehn. Den Druck der Hände fühlend noch, den warmen, Eilt Friedrich nach, vor Liebeszauber trunken, Und liegt zu ihren Füßen hingesunken.
Mehr stammelnd als mit klar verständ'gen Worten Und sittig wehrend sprach sie: „Edler Mann, Bin ich im Augenblick so wert Euch worden,