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Eine Nacht wie diese hatte es lange nicht gegeben, nicht in diesem Winter, nicht in diesem Jahr. Sie kam, ohne sich durch den Abend anzukündigen, schwefelgelb und grün, und mit der hereinstürzenden Finsternis brach der Sturm los. Es war zu Ende des Winters in Tara, das man noch heute Tara der Könige nennt.
Schon ein merkwürdiger Tag war dieser Nacht vorangegangen: Gläsernes Licht stand über der weiten Ebene, und die mächtige Königsburg hob sich blau gegen den farblosen Himmel.
«Ich halte es nicht mehr aus, ich muss an die Luft!», sagte Eitche und ging auf den Söller. «Ich glaube, der Frühling kommt!»
«Mit dem Frühling, das wird dir gleich vergehen», brummte die alte Macha. «Du lässt dich von der Sonne täuschen.»
«Aber, Macha, siehst du denn nicht, wie unsere Wiesen blühen? Sie sind weiß von Gänseblumen und Wiesenschaumkraut.»
«Von wegen! Der Reif liegt darüber, sonst nichts.»
«Nein, Macha, verdirb mir nicht die Freude. Aber gut, es können auch Elfen gewesen sein, die darauf getanzt haben.»
«Davor mögen uns alle guten Geister bewahren!», sagte Macha und streckte abwehrend die Hände aus. «Das fehlte gerade noch. Unsere guten Weiden ein Elfentanzplatz! Ich möchte wissen, was in dich gefahren ist, Königin?»
«Ich freue mich, Macha, weil die Sonne so wärmt, und weil nun das Kind bald geboren wird, das kleine Mädchen, das mir gehört. - Außerdem sollst du mich Eitche nennen, wenn wir unter uns sind.»
Macha sah sich nach allen Seiten um.
«Wer weiß denn, ob wir unter uns sind? Du hast von den Elfen gesprochen.»
Die Königin legte ihrer alten Magd die Arme um die Schultern.