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JEine Frau namens Helene Denhöfer lebte zu Beginn des Jahrhunderts in der kleinen Stadt Algesheim, nicht weit vom Rhein. Sie hatte von ihrem Mann ein Kurzwarengescháft am Stadtrand geerbt, das sie ausgezeichnet versah mit Hilfe ihrer Tochter Agathe. Das Mádchen bediente von klein auf die Kundschaft, sobald es die Schulaufgaben beendet hatte. Die winzige Wohnung lag hinter dem Laden auf den Hof zu. Der Hof war in Gartenvierecke eingeteilt; ihr eigenes zu giefien und zu játén, war gleichfalls eine der Pflichten des Mádchens. Es hatte wohl sonst noch bláfilicher ausgesehen, noch schwáchlicher. In den Gespráchen von Mutter und Tochter kam nichts anderes vor als die Kundschaft und ihr Bedürfnis an allén Kleinigkeiten, die man Kurzwaren nennt, Bánder und Knöpfe, Nadeln und Litzen und Garne und áhnliche Dinge. Kaum wahrnehmbare Veránderungen in Herstellungsart und Mode waren ein Grund zu Erörterungen, ja zu Kopfzerbrechen, damit man schnell, aber mit ein paar Pfennigen Vorteil das Gewünschte verkaufe. Die Kundschaft vergröfierte sich bei soviel Eifer und damit der Umsatz, freilich stets den bescheidenen Waren entsprechend. Dazu kam, dafi sich mit den Jahren ein paar neue Strafien um den ursprünglichen Stadtrand legten. Eine Konservenfabrik war entstanden, ihre Spargel und Erbsen waren bekannt. Bahnlinien berührten Algesheim; das Stadtchen erhielt einen neuen Rangierbahnhof. Bald bildeten mehrere Háuserblocks, meistens von Eisenbahnern und Eisenbahnarbeitern bewohnt, ein Anhángsel mehr als einen Vorort. Frau Denhöfer war zu allén freundlich, wenn sie